Die wertvollsten Schweizer Marken 2012

Nescafé führt vor Roche und Novartis die Rangliste der 50 wertvollsten Schweizer Marken an. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie «Best Swiss Brands 2012», die Interbrand gemeinsam mit dem Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlicht.

Mit einem Markenwert von 11'101 Millionen Franken ist Nescafé die wertvollste Schweizer Marke, wie Interbrand in einer Mitteilung schreibt. Auf Platz zwei folgt mit 7'313 Millionen Franken Roche. Den dritten Rang nimmt mit 6'825 Millionen Franken Novartis ein.

Der Markenartikler Nestlé ist mit insgesamt drei Marken – Nescafé (Platz 1), Nestlé (Platz 5) und Nespresso (Platz 13) – im Ranking vertreten und damit auch Gewinner. Denn zusammen sind die Marken des Nahrungsmittelkonzerns aus Vevey 19'085 Millionen Franken wert.

Gleich sechs Marken – Omega, Swatch, Longines, Breguet, Tissot und Rado – schickt der Uhrenkonzern Swatch Group ins Ranking und kommt auf einen kumulierten Wert von 6'502 Millionen Franken. Insgesamt finden sich 16 Uhrenmarken unter den wertvollsten Marken der Schweiz. Damit dominiert die Uhrenindustrie das Ranking. Rolex und Omega sichern sich mit 6'275 Millionen Franken und 3'137 Millionen Franken einen Platz unter den Top 10. Zehn der weiterenvertretenen Uhrenmarken bilden das Mittelfeld im Ranking. «Die starke Präsenz der Uhrenmarken überrascht nicht», erklärt Michel Gabriel, Managing Director von Interbrand Zürich. «Denn Marken wie Rolex, Omega oder IWC kreieren für ihre Produkte kontinuierlich eigene Markenwelten und bieten ihren Kunden damit einen nachhaltigen emotionalen Mehrwert.»

Stark zeigt sich auch der Finanzdienstleistungssektor: Acht Banken und drei Versicherungen gehören zu den Best Swiss Brands 2012. «Trotz enormer Wertberichtigungen führender Institute erklärt sich die vordere Platzierung von Credit Suisse und UBS vor allem durch ihre nach wie vor deutliche Markenstärke», so Michel Gabriel. Credit Suisse und UBS belegen Platz 7 und 8 mit respektive 3'748 und 3'481 Millionen Franken. Die Kantonalbanken profitierten vom verlorenen Vertrauen gegenüber den Großbanken und belegen mit einem Markenwert von 2'332 Millionen Franken den 11. Rang. Sie punkteten vor allem mit ihrer unmittelbaren Kundennähe, ihrer Bodenständigkeit und der lokalen Verankerung. Bei Julius Bär – mit 1'748 Millionen Franken auf Position 15 – sorgt der Anspruch auf exzellente Leistungen getragen durch Kompetenz und Vertrauen für echten Mehrwert. Mit Vontobel auf Platz 19 hat sich eine weitere Bank in die Top 20 einsortiert und löst ihr Markenversprechen «Leistung schafft Vertrauen» konsequent ein.

Nicht im Ranking vertreten sind die meisten reinen B2B-Marken, da sie zu wenig Präsenz in der breiten Öffentlichkeit haben. Mit Präsenz ist hier gemeint, dass die Marken durch eine Markierung der Produkte beziehungsweise Dienstleistungen oder durch eine endverbrauchernahe Kommunikation in der breiten Masse, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Schindler, der Aufzug- und Fahrtreppenhersteller, oder Sika mit ihrer Spezialitätenchemie auch im B2C Bereich, erfüllen gerade diese Anforderungen.

Das Ranking auf einen Blick

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