Die Leinwand am Handgelenk

Swatch und Kunst sind für das Marketing ein Dreamteam. Das «Artist Residency Program» des Swatch-Art-Peace- Hotels in Shanghai bringt Künstler aus aller Welt zusammen, um werbewirksam ein Image zu pflegen.

Seit dem Lancieren des ersten Modells im Jahre 1983 hat Swatch eine enge Beziehung zur Kunst gepflegt. Bereits nach einem Jahr folgte ein «Swatch Art Special» mit einem Set von unikaten Plastikuhren, die von Christian Champion entworfen wurden. Der Künstlername des Designers war «Kiki Picasso ». Zu wertvollen Sammelstücken wurden auch die «Uhrwerke» des amerikanischen Artisten Keith Haring.

Unbenannt-8_51

In der weiteren glücklichen Ehe von Kunst und Zeitmessung konnte Swatch jährlich neue Filmschaffende, Modedesigner, Fotografen oder Concept- Artists für sich begeistern. Und damit auch stilvoll «Gratis»-Werbung für seine Kollektionen betreiben. Im November 2011 hat das künstlerische Engagement eine weitere Dimension erfahren mit der Eröffnung des Swatch-Art-Peace-Hotels in Shanghai. Dort ist das frühere Peace-Hotel grosszügig restauriert und in ein Kunsthotel in Shanghais Luxusmeile verwandelt worden. Zum Konzept gehört es, mit Aktionen und Shows regelmässig Künstler ins Zentrum einer der dynamischsten Städte Chinas zu bringen. Zwei Etagen des Hotels wurden in 18 Wohnateliers für Künstler aus aller Welt umgebaut. In den restlichen Räumen soll man sich treffen und neue Ideen entwickeln. Ein paar Suiten sind auch für das Publikum offen. Die «Artists in Residence » werden von einer Kommission ausgewählt. In dieser sitzt neben Nayla und Nick Hayek auch George Clooney. Die Exponate der Künstler werden auch in einem virtuellen Museum ausgestellt. Dieses ist über die Website des Hotels zu erreichen. pan

Unbenannt-9_52
Unbenannt-10_46
Das innovative Konzept des Swatch-Art-Peace-Hotels verbindet auf intelligente Weise den Einzelhandel mit einem Hotel, in dem Künstler leben und arbeiten. Regelmässig finden Happenings mit illusteren Kunstschaffenden das Interesse auch der Medien. Foto oben: Nick Hayek bei der Eröffnung.
 

More articles on the topic