Die beliebtesten Arbeitgeber der Schweiz
UNTERNEHMEN Das Beratungs- und Forschungsunternehmen Trendence hat 5100 Schweizer Absolventen befragt, in welchen Unternehmen sie arbeiten würden. UBS und Google bleiben die beliebtesten Arbeitgeber Schweizer Absolventen und bauen ihren Vorsprung gegenüber den Verfolgern in diesem Jahr aus. Viele Schweizer Unternehmen, zum Beispiel aus der Uhrenindustrie, der Baubranche und dem Maschinenbausektor, verlieren hingegen potenzielle Bewerber. Die Absolventen zieht es stattdessen stärker zu Banken und Beratungen. Das sind einige der Ergebnisse des trendence Graduate Barometers 2016, der Absolventenstudie unter 5.100 abschlussnahen Studierenden in der Schweiz.

Der Graduate-Barometer für die Business Edition.Schweizer Unternehmen im Abwärtstrend„Der starke Franken schadet nicht nur den Exporten der einheimischen Unternehmen. Die negativen wirtschaftlichen Aussichten haben auch Konsequenzen für die Attraktivität der Arbeitgeber“, so trendence-Geschäftsführer Holger Koch. Viele einheimische Unternehmen erhalten in diesem Jahr einen Dämpfer und verlieren im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber an Boden. Die Uhrenhersteller Rolex auf Rang 27 und Swatch auf Rang 28 fallen in diesem Jahr beide aus den Top 25 – und das obwohl die Konsumgüterbranche insgesamt bei Wirtschaftsabsolventen beliebter wird. Die einheimischen Maschinenbauunternehmen verlieren in der Gunst der Technik-Studierenden. Sensirion fällt auf Rang 24, Pilatus auf Rang 25. Einzig Branchenprimus ABB verbessert sich auf Rang 2. Auch die Schweizer Ingenieurdienstleister haben es in diesem Jahr schwerer, die passenden Bewerber zu finden: Emch+Berger auf Rang 48 verlieren über 40 Prozent ihrer potenziellen Bewerber, CSD Ingenieure auf Rang 34 sogar über 50 Prozent.Beratungen bei Wirtschaftswissenschaftlern und Technikern beliebtDie Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschaftswissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der beliebtesten Arbeitgeber. Unter den Top-Banken verlieren einzig die Investmentbanken J.P. Morgan auf Rang 21 und Goldman Sachs auf Rang 25. Neben den Banken zählen die Beratungen zu den Lieblingsbranchen für den ersten Job. Sie können sowohl mehr Wirtschaftswissenschaftler als auch mehr Techniker von sich als Arbeitgeber überzeugen und legen damit eine gute Basis für erfolgreiches Recruiting. PwC, McKinsey, EY und BCG behaupten Plätze in den Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler. Bei den Technikern landen IBM, BCG und McKinsey unter den Top 15.

Der Graduate-Baromter für die Technik- und IT-Branche.Gründungsenthusiasmus verknappt FachkräfteangebotMehr als jeder fünfte Absolvent in der Schweiz spielt mit dem Gedanken, während oder kurz nach dem Studium ein Start-up zu gründen. Damit ist der Gründungsenthusiasmus hierzulande sogar noch etwas höher als in den Nachbarländern Österreich und Deutschland. Den einheimischen Arbeitgebern gehen so zusätzlich Fachkräfte verloren.Geld ist für Absolventen nicht allesDie Schweizer Absolventen sind traditionell diejenigen in Europa, die die höchsten Gehaltswünsche haben. Die Wirtschaftswissenschaftler verlangen 72.500 Euro brutto pro Jahr, die Techniker 70.100 Euro. „Obwohl die Absolventen so viel Geld verlangen, heißt das nicht, dass sich Arbeitgeber die besten Absolventen mit einem hohen Gehalt erkaufen können, im Gegenteil: Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, eigenverantwortliches Arbeiten und eine passende Unternehmenskultur sind der Mehrheit wichtiger als ein hohes Gehalt“, so Koch.
