Die Basler Häutung
Eine neue Führungsstruktur der Basler Mediengruppe setzt auf Effizienz und auf die Nordwestschweiz
Eine neue Führungsstruktur der Basler Mediengruppe setzt auf Effizienz und auf die NordwestschweizVon Daniel SchifferleNach einer länger währenden Restrukturierungsphase hat die Basler Mediengruppe (BM) ihre Führungsstruktur für den Weg in die Zukunft flottgemacht. Mit der Konzentration auf die Nordwestschweiz sollen Ambitionen für den nationalen publizistischen Markt aber nicht definitiv begraben sein.
Einfache Strukturen, kurze Entscheidungswege, klare Kompetenzbereiche – die Basler Mediengruppe verpasst sich per
1. Juni eine radikal neue Führungsstruktur. Nicht weniger als 29 Punkte umfassen die Restrukturierungsmassnahmen, die bereits im Frühjahr 2000 begonnen hatten und mit dem Verkauf der Jean Frey AG Anfang Februar ihren Abschluss fanden. «Zweieinhalb turbulente Jahre, in denen sich die Basler Mediengruppe grundlegend verändert hat», schreibt CEO Beat Meyer in der Hauszeitschrift Net Spezial.
Hintergrund der Restrukturierung: Zu viele Unternehmenseinheiten fuhren zu hohe Verluste ein. «Die gesamte Basler Mediengruppe hatte finanziell und strukturell stark an Substanz eingebüsst», schreibt Net Spezial. Hauptproblem waren laut Meyer «die vielen Doppelspurigkeiten in den verschiedenen Geschäftsfeldern und Aktivitäten sowie zahlreiche Firmen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten». Diese seien nun eliminiert.
Unter unveränderter Führung von VR-Präsident Matthias Hagemann und CEO Beat Meyer sind die Aktivitäten neu in die drei Bereiche «Medien», «Produktion» und «Services» eingeteilt.
Der Bereich «Medien» mit Basler Zeitung, Baslerstab, den verschiedenen Lokalanzeigern, Fachmedien, Audiovisuellen Medien und Dienstleistungsfirmen untersteht direkt CEO Beat Meyer. Der Bereich «Produktion» mit Druckzentrum der Basler Zeitung, den Unternehmen der Birkhäuser+GBC AG, Schnelli AG und SyncMedia Global Processing wird von Daniel Merkel geleitet. Der Bereich «Services» untersteht CFO Peter Wyss. Darin sind die Geschäftsbereiche Informatik, Finanzen, Personal, Liegenschaften, Infrastruktur, Qualitätsmanagement sowie zentraler Einkauf zusammengeschlossen.
Nach der Reorganisation umfasst die Basler Mediengruppe neben dem Stammhaus Basler Zeitung insgesamt 17 Tochterfirmen. An sechs weiteren Betrieben hält die Gruppe ausserdem namhafte Beteiligungen.
Die nachhaltigste Korrektur der Strategie brachte der Verkauf der Jean Frey AG, mit dem der Rückzug auf die Nordwestschweiz besiegelt war. Neu lautet das Ziel für die nahe Zukunft: Ausrichtung auf eine Multichannelstrategie mit Zeitung, Lokalradio und Internet sowie Zusammenarbeit mit dem Lokalfernsehen.
Mehr Gewinn für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet
Mit der Konzentration auf die Nordwestschweiz seien die publizistischen Ambitionen im nationalen Markt aber nicht definitiv begraben, sagt Meyer. «Wenn sich irgendwo eine Chance ergeben würde, die sich für unser Haus als richtig und wichtig erweist, würden wir sie ergreifen.» Im Moment habe aber die Nordwestschweiz ganz klar Vorrang. «Wir wollen die Auflage der Basler Zeitung wieder steigern, und der Einstieg bei Radio Basilisk beschäftigt uns intensiv», sagt Meyer.
Immerhin: Der Jahresabschluss, der bei der Basler Mediengruppe per Ende Juni vollzogen wird, dürfte besser ausfallen als im Vorjahr. «Wir erwarten einen Gewinn, der grösser sein wird als die 1,1 Millionen Franken des Geschäftsjahres 2000/2001», verrät Meyer. Der Umsatz werde bei zirka 420 bis 430 Millionen Franken liegen. Im Vorjahr hatte er noch 512,2 Millionen Franken betragen, was aber bereits damals eine Schrumpfung um 24,2 Millionen Franken bedeutet hatte.
Einfache Strukturen, kurze Entscheidungswege, klare Kompetenzbereiche – die Basler Mediengruppe verpasst sich per
1. Juni eine radikal neue Führungsstruktur. Nicht weniger als 29 Punkte umfassen die Restrukturierungsmassnahmen, die bereits im Frühjahr 2000 begonnen hatten und mit dem Verkauf der Jean Frey AG Anfang Februar ihren Abschluss fanden. «Zweieinhalb turbulente Jahre, in denen sich die Basler Mediengruppe grundlegend verändert hat», schreibt CEO Beat Meyer in der Hauszeitschrift Net Spezial.
Hintergrund der Restrukturierung: Zu viele Unternehmenseinheiten fuhren zu hohe Verluste ein. «Die gesamte Basler Mediengruppe hatte finanziell und strukturell stark an Substanz eingebüsst», schreibt Net Spezial. Hauptproblem waren laut Meyer «die vielen Doppelspurigkeiten in den verschiedenen Geschäftsfeldern und Aktivitäten sowie zahlreiche Firmen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten». Diese seien nun eliminiert.
Unter unveränderter Führung von VR-Präsident Matthias Hagemann und CEO Beat Meyer sind die Aktivitäten neu in die drei Bereiche «Medien», «Produktion» und «Services» eingeteilt.
Der Bereich «Medien» mit Basler Zeitung, Baslerstab, den verschiedenen Lokalanzeigern, Fachmedien, Audiovisuellen Medien und Dienstleistungsfirmen untersteht direkt CEO Beat Meyer. Der Bereich «Produktion» mit Druckzentrum der Basler Zeitung, den Unternehmen der Birkhäuser+GBC AG, Schnelli AG und SyncMedia Global Processing wird von Daniel Merkel geleitet. Der Bereich «Services» untersteht CFO Peter Wyss. Darin sind die Geschäftsbereiche Informatik, Finanzen, Personal, Liegenschaften, Infrastruktur, Qualitätsmanagement sowie zentraler Einkauf zusammengeschlossen.
Nach der Reorganisation umfasst die Basler Mediengruppe neben dem Stammhaus Basler Zeitung insgesamt 17 Tochterfirmen. An sechs weiteren Betrieben hält die Gruppe ausserdem namhafte Beteiligungen.
Die nachhaltigste Korrektur der Strategie brachte der Verkauf der Jean Frey AG, mit dem der Rückzug auf die Nordwestschweiz besiegelt war. Neu lautet das Ziel für die nahe Zukunft: Ausrichtung auf eine Multichannelstrategie mit Zeitung, Lokalradio und Internet sowie Zusammenarbeit mit dem Lokalfernsehen.
Mehr Gewinn für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet
Mit der Konzentration auf die Nordwestschweiz seien die publizistischen Ambitionen im nationalen Markt aber nicht definitiv begraben, sagt Meyer. «Wenn sich irgendwo eine Chance ergeben würde, die sich für unser Haus als richtig und wichtig erweist, würden wir sie ergreifen.» Im Moment habe aber die Nordwestschweiz ganz klar Vorrang. «Wir wollen die Auflage der Basler Zeitung wieder steigern, und der Einstieg bei Radio Basilisk beschäftigt uns intensiv», sagt Meyer.
Immerhin: Der Jahresabschluss, der bei der Basler Mediengruppe per Ende Juni vollzogen wird, dürfte besser ausfallen als im Vorjahr. «Wir erwarten einen Gewinn, der grösser sein wird als die 1,1 Millionen Franken des Geschäftsjahres 2000/2001», verrät Meyer. Der Umsatz werde bei zirka 420 bis 430 Millionen Franken liegen. Im Vorjahr hatte er noch 512,2 Millionen Franken betragen, was aber bereits damals eine Schrumpfung um 24,2 Millionen Franken bedeutet hatte.
