Der Quereinsteiger
Volker Straube, neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland, will die Kräfte für einen stärkeren Auftritt bündeln.
Volker Straube, neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland, will die Kräfte für einen stärkeren Auftritt bündeln.Sein neues Büro im obersten Stock von Mediaedge:cia – kurz MEC – an der Zürcher Brandschenkestrasse ist frisch gestrichen und wirkt deshalb noch ganz leer und jungfräulich. Er sei zwar die letzten sechs Wochen schon regelmässig zwischen der Schweiz und Frankfurt gependelt. Offiziell die Verantwortung übernommen als neuer CEO von Mediaedge:cia Switzerland hat der deutsche Volker Straube aber erst per Anfang Juli. «Das Büro wird schnell anders aussehen», verspricht er.Die von ihm jetzt geführte Mediaedge:cia gehört zu den Top drei der Mediaagenturen in der Schweiz. International hat das Netzwerk mehr als 175 Büros. Straube war vorher Managing Director von Mediaedge:cia Frankfurt. Mit seinem Wechsel nach Zürich ist der Auftrag verbunden, das Unternehmen hier umzubauen.
Zürich ist die Metropole der Medien- und Werbebranche. Deshalb wird Mediaedge:cia in Zukunft auch hier in dem bestehenden Frontoffice
alle weiteren Aktivitäten in einem Backoffice bündeln. Bis zum Jahresanfang will Straube etwa die Media Service Organisation von Bern nach Zürich ziehen. Der MEC-Hauptsitz ist mit seinem Eintritt ebenfalls von Lausanne nach Zürich verlegt worden. Lausanne als Standort soll aber «definitiv weitergeführt werden», weil das Frontoffice in der Romandie strategisch wichtige Funktionen erfüllt. Dazu haben Lausanne und Genf viele internationale Unternehmen, die dort ihren europäischen Hauptsitz haben. «Das ergibt die Möglichkeit, aus der Westschweiz heraus internationale Kunden weltweit zu koordinieren», folgert Straube.
Als Managing Director in Frankfurt leitete er einen wichtigen Standort des MEC-Netzwerkes, das in Deutschland auf Position vier der grössten Mediaunternehmen rangiert. Am Schweizer Job lockt ihn nun, innerhalb der WPP-Agenturgruppe, die er sehr gut kennt, das Geschäft in einem interessanten Markt weiter zu entwickeln. «Die Schweiz als Alternative zu anderen Ländern war sicher keine schwere Entscheidung für mich. Die Lebensqualität hier ist sehr hoch, und Zürich mit seinem jungen und quirligen Leben wird mir gefallen.»
Seine Ziele für die Schweiz: Die Mediaedge:cia, «die an sich schon sehr gross und gut positioniert ist», will er weiter ausbauen und stärken. »Wir konzentrieren unsere Kräfte: Das Ziel ist konsequente Integration statt grenzenloser Expansion.»
Mediaedge:cia Schweiz müsse sich und dem Markt seine Stärke
bewusst machen, «wir verfügen über die notwendige Grösse und Kompetenz und müssen diese Nachfragemacht und unser Know-how auch entsprechend darstellen.»
Straube strebt «einen grossen Schritt in der Entwicklung» an und sucht zur Verstärkung bereits auch «neue Talente». Insbesondere in Zürich schaut Straube nach Spezialisten im TV- und Plakatbereich aus.
Er selber ist als Quereinsteiger ins Business gekommen. Als Elektroingenieur hat er nach dem Studienabschluss festgestellt, dass er «nicht der Typ Naturwissenschaftler und Techniker» ist, sondern Lust auf etwas im weitesten Sinne Kreativeres hatte. Ein Einstieg bot sich in der Messeabteilung des Elektrounternehmens, wo er vorher als Techniker arbeitete. Von dort hat er 1990 zu Young & Rubicam nach Frankfurt gewechselt. In seiner ersten Agentur hat man ihm allerdings nicht die
eigentlich nahe liegende Stelle als Kontakter gegeben, sondern ihn mit Media starten lassen. «Es war die Zeit, als man in der Branche gesehen hat, dass der Bereich Media stark in Umbruch kommen wird, Stichwort Privatfernsehen, und so hat mich die Herausforderung interessiert.»
Nach drei Jahren bei Y&R ging Straube zu Ogilvy. Dort erlebte er 1993 die Ausgliederung der Media Consult, woraus später die weltweite Gründung von MindShare wurde.
Im Frankfurter Büro des MindShare- Netzwerks wirkte er die letzten drei Jahre in der Geschäftsführung. 2001 übernahm er dann als Managing Director die TME Germany, die Ende 2001 mit CIA zusammengeführt worden ist zum heutigen Unternehmen Mediaedge:cia. Diese Gründung hat Straube in Frankfurt, wo die Fusion physisch stattgefunden hat, als Geschäftsführer erfolgreich umgesetzt.
Straubes Stärke ist die Fähigkeit, sowohl Kunden wie Mitarbeiter für neue Wege motivieren und so grundlegend etwas verändern zu können.
Volker Straube setzt auf «konsequente Integration statt auf grenzenlose Expansion».
Andreas Panzeri
Zürich ist die Metropole der Medien- und Werbebranche. Deshalb wird Mediaedge:cia in Zukunft auch hier in dem bestehenden Frontoffice
alle weiteren Aktivitäten in einem Backoffice bündeln. Bis zum Jahresanfang will Straube etwa die Media Service Organisation von Bern nach Zürich ziehen. Der MEC-Hauptsitz ist mit seinem Eintritt ebenfalls von Lausanne nach Zürich verlegt worden. Lausanne als Standort soll aber «definitiv weitergeführt werden», weil das Frontoffice in der Romandie strategisch wichtige Funktionen erfüllt. Dazu haben Lausanne und Genf viele internationale Unternehmen, die dort ihren europäischen Hauptsitz haben. «Das ergibt die Möglichkeit, aus der Westschweiz heraus internationale Kunden weltweit zu koordinieren», folgert Straube.
Als Managing Director in Frankfurt leitete er einen wichtigen Standort des MEC-Netzwerkes, das in Deutschland auf Position vier der grössten Mediaunternehmen rangiert. Am Schweizer Job lockt ihn nun, innerhalb der WPP-Agenturgruppe, die er sehr gut kennt, das Geschäft in einem interessanten Markt weiter zu entwickeln. «Die Schweiz als Alternative zu anderen Ländern war sicher keine schwere Entscheidung für mich. Die Lebensqualität hier ist sehr hoch, und Zürich mit seinem jungen und quirligen Leben wird mir gefallen.»
Seine Ziele für die Schweiz: Die Mediaedge:cia, «die an sich schon sehr gross und gut positioniert ist», will er weiter ausbauen und stärken. »Wir konzentrieren unsere Kräfte: Das Ziel ist konsequente Integration statt grenzenloser Expansion.»
Mediaedge:cia Schweiz müsse sich und dem Markt seine Stärke
bewusst machen, «wir verfügen über die notwendige Grösse und Kompetenz und müssen diese Nachfragemacht und unser Know-how auch entsprechend darstellen.»
Straube strebt «einen grossen Schritt in der Entwicklung» an und sucht zur Verstärkung bereits auch «neue Talente». Insbesondere in Zürich schaut Straube nach Spezialisten im TV- und Plakatbereich aus.
Er selber ist als Quereinsteiger ins Business gekommen. Als Elektroingenieur hat er nach dem Studienabschluss festgestellt, dass er «nicht der Typ Naturwissenschaftler und Techniker» ist, sondern Lust auf etwas im weitesten Sinne Kreativeres hatte. Ein Einstieg bot sich in der Messeabteilung des Elektrounternehmens, wo er vorher als Techniker arbeitete. Von dort hat er 1990 zu Young & Rubicam nach Frankfurt gewechselt. In seiner ersten Agentur hat man ihm allerdings nicht die
eigentlich nahe liegende Stelle als Kontakter gegeben, sondern ihn mit Media starten lassen. «Es war die Zeit, als man in der Branche gesehen hat, dass der Bereich Media stark in Umbruch kommen wird, Stichwort Privatfernsehen, und so hat mich die Herausforderung interessiert.»
Nach drei Jahren bei Y&R ging Straube zu Ogilvy. Dort erlebte er 1993 die Ausgliederung der Media Consult, woraus später die weltweite Gründung von MindShare wurde.
Im Frankfurter Büro des MindShare- Netzwerks wirkte er die letzten drei Jahre in der Geschäftsführung. 2001 übernahm er dann als Managing Director die TME Germany, die Ende 2001 mit CIA zusammengeführt worden ist zum heutigen Unternehmen Mediaedge:cia. Diese Gründung hat Straube in Frankfurt, wo die Fusion physisch stattgefunden hat, als Geschäftsführer erfolgreich umgesetzt.
Straubes Stärke ist die Fähigkeit, sowohl Kunden wie Mitarbeiter für neue Wege motivieren und so grundlegend etwas verändern zu können.
Volker Straube setzt auf «konsequente Integration statt auf grenzenlose Expansion».
Andreas Panzeri
