Der Pool der P säuft ab
Radiovermarktung Alles deutet darauf hin, dass der Radiopool der PubliGroupe scheitert.
Radiovermarktung Alles deutet darauf hin, dass der Radiopool der PubliGroupe scheitert.Fest steht etwa, dass der Pool 2000 bis zum 16. August noch nicht gekündigt war, wie Martin Muerner, Geschäftsleiter des Pool 2000, auf Anfrage bestätigte. Zwar wäre eine Kündigung noch bis zum Radioday am 31. August möglich, doch damit ist kaum mehr zu rechnen. Zu gross ist mittlerweile der Widerstand gegen das Projekt. Das Vorgehen der P hat vor allem eines bewirkt: eine Spaltung der Radiobranche in Sender, die von der PubliGroupe zur Pool-Teilnahme eingeladen waren, und solche, die nicht angefragt wurden. Der Zwist ist so gross, dass «in dieser Szene nun keiner mehr wagt, dem andern in die Augen zu sehen», wie ein Insider sich ausdrückt. Entsprechend äussert man sich nur noch hinter vorgehaltener Hand. Und zahlreiche Gerüchte machen die Runde. So ist etwa zu vernehmen, dass die P höchstens zwei unterschriebene Radioverträge vorweisen kann. Weil aber bis Redaktionsschluss weder von der P noch seitens angeschwärzter Personen Stellungnahmen erhältlich waren, soll hier vorläufig auf weitere Gerüchte verzichtet werden.
Tatsache aber ist, dass sich mittlerweile auch der Verlegerverband des Streits angenommen hat. So lud etwa das Departement Elektronische Medien und Technik letzte Woche zu einer Sitzung ein, an der der Zwist traktandiert war. Departementschef Norbert Neininger gab zwar keine Interna bekannt, liess aber durchblicken, dass man auch seitens des Verbandspräsidiums froh wäre um eine Denkpause: «Aus Verbandssicht ist es ganz sicher wünschenswert, wenn die Radios in der nun anstehenden RTVG-Debatte geschlossen auftreten können und nicht gespalten werden durch irgendwelche Aktivitäten.»
(mk)
Tatsache aber ist, dass sich mittlerweile auch der Verlegerverband des Streits angenommen hat. So lud etwa das Departement Elektronische Medien und Technik letzte Woche zu einer Sitzung ein, an der der Zwist traktandiert war. Departementschef Norbert Neininger gab zwar keine Interna bekannt, liess aber durchblicken, dass man auch seitens des Verbandspräsidiums froh wäre um eine Denkpause: «Aus Verbandssicht ist es ganz sicher wünschenswert, wenn die Radios in der nun anstehenden RTVG-Debatte geschlossen auftreten können und nicht gespalten werden durch irgendwelche Aktivitäten.»
(mk)
