Der Kampf um des Bären Fell
Pierre C. Meier über das Gerangel um die Bundesgelder für Privat-TV und -Radio.
Pierre C. Meier über das Gerangel um die Bundesgelder für Privat-TV und -Radio.Der Ständerat war spendabler als der Nationalrat. An Stelle der maximal vier Prozent der Gebührengelder, die dieser für die privaten Radio- und TV-Veranstalter vorsah, will die Ständevertretung den regionalen Privat-TV-Stationen mindestens zwei und maximal fünf Prozent der Gebühren zur Verfügung stellen. Die Lokalradios in den Randregionen sollen zwischen drei und fünf Prozent erhalten. Freude herrscht entsprechend landauf und landab.
Sie kommt aber etwas früh, denn wie viel Prozent es frühestens 2007 wirklich sein werden, müssen die Räte erst noch abmachen. Aber sie ist verständlich, denn gut schweizerisch wird man sich auf einen Kompromiss einigen, mit dem alle (über)leben werden. Auch die SRG, denn die zu erwartenden Mindereinnahmen sind bei einem Budget von mehr als einer Milliarde ein Klacks. Jedes privatwirtschaftlich organisierte Medienunternehmen musste in den letzten Jahren prozentual gesehen höhere Ertragseinbussen verkraften.
Wer die Gebührenmillionen aber dereinst kassiert, ist noch völlig offen. Beim Radio ist es vergleichsweise klar. So ist anzunehmen, dass die meisten Lokalradiostationen in den Berg- und Randregionen mit zusätzlichem Geld aus Bern rechnen können. Spannend wird es beim Lokal-TV, denn jeder Sender nimmt heute für sich in Anspruch, im lokalen Bereich «Service public» zu bieten.
Erklärtes Ziel des Bakom ist es aber, die Schweiz in zehn bis zwölf Versorgungsgebiete zu unterteilen, in denen nur noch je eine TV-Station Geld aus dem Gebührentopf erhalten soll. Zur Selektion gibt es verschiedene Kriterien: Man könnte das Geld nur denen geben, die in
einem zu kleinen Sendegebiet zu Hause sind. Ober aber man könnte die Erfolgreichen bestrafen, indem man nur denen Gelder zuspricht, die keinen Gewinn machen.
Der Bundesrat wird darüber entscheiden und es wird noch viel zu reden geben. Egal, wie die Kriterien sind. Wie immer bei Subventionen. Sei es wie seit eh in der Landwirtschaft oder neuerdings bei den Medien.
> Pierre C. Meier, Chefredaktor
Sie kommt aber etwas früh, denn wie viel Prozent es frühestens 2007 wirklich sein werden, müssen die Räte erst noch abmachen. Aber sie ist verständlich, denn gut schweizerisch wird man sich auf einen Kompromiss einigen, mit dem alle (über)leben werden. Auch die SRG, denn die zu erwartenden Mindereinnahmen sind bei einem Budget von mehr als einer Milliarde ein Klacks. Jedes privatwirtschaftlich organisierte Medienunternehmen musste in den letzten Jahren prozentual gesehen höhere Ertragseinbussen verkraften.
Wer die Gebührenmillionen aber dereinst kassiert, ist noch völlig offen. Beim Radio ist es vergleichsweise klar. So ist anzunehmen, dass die meisten Lokalradiostationen in den Berg- und Randregionen mit zusätzlichem Geld aus Bern rechnen können. Spannend wird es beim Lokal-TV, denn jeder Sender nimmt heute für sich in Anspruch, im lokalen Bereich «Service public» zu bieten.
Erklärtes Ziel des Bakom ist es aber, die Schweiz in zehn bis zwölf Versorgungsgebiete zu unterteilen, in denen nur noch je eine TV-Station Geld aus dem Gebührentopf erhalten soll. Zur Selektion gibt es verschiedene Kriterien: Man könnte das Geld nur denen geben, die in
einem zu kleinen Sendegebiet zu Hause sind. Ober aber man könnte die Erfolgreichen bestrafen, indem man nur denen Gelder zuspricht, die keinen Gewinn machen.
Der Bundesrat wird darüber entscheiden und es wird noch viel zu reden geben. Egal, wie die Kriterien sind. Wie immer bei Subventionen. Sei es wie seit eh in der Landwirtschaft oder neuerdings bei den Medien.
> Pierre C. Meier, Chefredaktor
