Deal mit Infront Ringier brüskiert Federer

Swiss-Indoors-Chef Roger Brennwald geht eine Zusammenarbeit mit Infront Ringier ein und stösst damit Weltstar und Aushängeschild Roger Federer vor den Kopf.

Der am Freitag verkündete Deal komme einer Zurückweisung der Agentur Federers und seines Managers Tony Godsick (Team 8) gleich, so die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe. Beide hätten bis zuletzt Hand geboten für eine Zusammenarbeit. Die Bereitschaft des Tennisstars, sich langfristig für das Turnier in Basel zu engagieren, war stets vorhanden. Seit Federer 2010 sogar ein mögliches Kaufinteresse anmeldete, ist das Verhältnis zwischen Brennwald und seinem unangefochtenen Publikumsliebling getrübt. Brennwald soll die Äusserung als Bedrohung für sein Lebenswerk wahrgenommen haben. Seit 2013 tritt Federer gar ohne Vertrag, Verpflichtungen oder Antrittsgabe an und schreibt sich wie alle anderen Spieler ein – dem Publikum zuliebe, wie er immer wieder betont. Nach den neusten Entwicklungen wird sich daran wohl nichts ändern. Federer sieht laut Sonntagszeitung nämlich «keinen Grund, Gespräche zu suchen» über einen neuen Vertrag. «Es ist, wie es ist.»

Die Sportmarketing Agentur Infront Ringier wurde in erster Linie damit beauftragt, einen neuen Titelsponsor oder sonstige finanzstarke Partner zu finden. Seit Davidoff aufgrund Aktivitäten in der Tabakbranche 2010 auf öffentlichen Druck aussteigen musste, geht es mit der finanziellen Situation des Turniers abwärts. 2014 stieg auch Federer-Sponsor Rolex trotz eines weiterlaufenden Vertrags aus. 

Ringier-CEO Marc Walder und Verwaltungsratspräsident Michael Ringier betonten am Freitag vor Ort noch, wie wichtig ein gutes Einvernehmen mit Federer bei der Suche nach neuen Partnern sei. Walder wolle persönlich das Gespräch suchen. Wie gross die Bereitschaft Federers für künftige Verhandlungen noch ist, steht allerdings im Raum. (hae/SoZ)

Bild: Keystone

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