Canons Concerto in London
Digitaldruck Canon stellte kürzlich neue Geräte und Lösungen für den Office- und Production-Bereich vor.
Digitaldruck Canon stellte kürzlich neue Geräte und Lösungen für den Office- und Production-Bereich vor.Auf der Kundenveranstaltung Canon Concerto in London präsentierte Canon Europe (Canon) letzte Woche seinen Kunden aus England und Skandinavien sowie europäischen Fachjournalisten neue Produkte und Lösungen. Die Ausstellungsfläche im in der Nähe des Towers gelegenen Old Billingsgate Market war in zwei gleich grosse Teile aufgeteilt – für Office und für Production. Siegfried Alder, Product Marketing Manager Professional Solutions bei Canon Schweiz, freute sich über diesen Sachverhalt. Dies belege, dass sich das Unternehmen vermehrt im Production-Segment engagiere.
Neue Systeme für das Office-…Canon hat zwei neue Multifunktionsgeräte vorgestellt und erweitert damit sein Sortiment an Schwarzweissdruckern. Die neuen iR 2230 (die ersten beiden Ziffern geben jeweils die Geschwindigkeit in A4-Seiten/Minute an) und iR 3530 sind für kleine Arbeitsgruppen geeignet. Die Geräte wurden besonders Platz sparend konzipiert und sind mit Druck-, Kopier-, Scan- und Faxfunktionalitäten ausgestattet.
Insgesamt scheint Canon im Office-Bereich die Wünsche der Kunden zu treffen. Bedürfnisse aus dem Banken- und Versicherungsumfeld wurden umgesetzt: Mittels Bestätigung per Chip-Karte oder Fingerabdruck (beides optional) können Dokumente am Gerät ausgegeben werden, die vorher an das Drucksystem übertragen wurden. Neu lassen sich auch mit USB-Memorysticks Daten direkt auf das Ausgabegerät kopieren und dru-cken – umgekehrt können Vorlagen gescannt und auf den Stick gespeichert werden. Möglich ist dies alles dank der neuen Gerätebedienerplattform Meap (siehe Kasten).
Daneben bietet Canon auch Produkte an, die sowohl dem Office- als auch dem Production-Segment zugeordnet werden können. Diese Drucksysteme mit Leistungen zwischen 70 und 105 A4-Seiten/ Minute haben Leistungssteigerungen erfahren und wurden entsprechend der neuen Ausgabeleistung umbenannt. Zudem werden auch hier die Drucksysteme iR 8070, iR 9070, iR 85+ und iR 105+ mit der neuen Meap-Plattform ausgerüstet.
… und Production-SegmentSeit Anfang Jahr bietet Canon mit den Produkten iR 125 und iR 150 zwei neue Hochleistungsdrucksysteme für das Schwarzweiss-Segment an. Die Drucker, die bis zu 125 bzw. 150 A4-Seiten/Minute drucken, ermöglichen dank einer neuen Bebilderungstechnologie auch eine bessere Druckqualität. In den – neu – bis zu neun Papierkassetten können entweder farbige Vordrucke oder insgesamt 12000 Blatt Papier gelagert werden. Mit optional erhältlichen, ansetzbaren Weiterverarbeitungsmodulen können so schnell und einfach gelochte, geheftete oder gebundene (Umschlag muss vorgerillt sein) Unterlagen bzw. Drucksachen produziert werden.
Canon hat auch drei seiner Rips bzw. Controller (zum Verarbeiten der übertragenen Daten und zum Steuern der Farbdrucker) aufgerüstet. Die ColorPass Z6100, Z7100 und Z7500 genannten Produkte (entwickelt von EFI) wurden hinsichtlich Verarbeitungsgeschwindigkeit von Dokumenten, Auftragsmanagement, variablem Datendruck etc. optimiert. Die Controller sind geeignet, Canons Farbdrucker CLC4000 und CLC5100 zu steuern.
Weiter stellte Canon eine neue Software zum Zusammenstellen von Dokumenten vor. Der iW Publishing Manager Pro, eine Komplettlösung, ist für Agenturen und Inhouse-Drucke- >> reien konzipiert. Die einfach zu handhabende Software ermöglicht es Anwendern, sowohl Word-, Powerpoint-, Excel- und PDF-Dokumente zu einem Canon-eigenen iWD-Datenformat zusammenzufassen. Zudem können gescannte Dokumente und Datenbankinformationen beigefügt werden. Per Drag&Drop können dazu die Seiten auf einfachste Art und Weise zusammengenommen und natürlich auch ausgegeben werden. Auf Wunsch kann das so erstellte iWD-Dokument softwaregestützt auch in ein PDF-Dokument konvertiert und weitergeleitet werden – spezifische Ausgabeparameter gehen dann aber verloren.
Unterschiedlich positioniertIm Office-Bereich und bei den Lösungskonzepten hat Canon mit den neuen vorgestellten Produkten und Lösungen seine Position gefestigt. Hier ist das Unternehmen, das acht Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung steckt, in den meisten Segmenten in der Schweiz klarer Marktführer. Die Technik stimmt, die Bedienerplattform ebenso.
Im Production-Bereich (Schwarzweiss) setzt Canon bei den neuen Druckern iR 125 und 150 zwar auf OEM-Produkte (also Produkte, die Canon einkauft und unter eigenem Namen vertreibt); durch spezielle Lösungen grenzt sich Canon aber von seinen Mitbewerbern ab. So bietet Canon für die beiden Drucker beispielsweise Verbindungen zu ERP- beziehungsweise Warenwirtschaftssystemen an, um von dort Daten zu übernehmen und aufzubereiten sowie zu gewährleisten, dass auch wirklich alle Formulare, Rechnungen etc. ausgedruckt werden.
Etwas schwer tut sich Canon hingegen im zum Teil vernachlässigten Segment Production (Farbe). Das Unternehmen verfügt über kein Drucksystem, das mit einem der Systeme wie beispielsweise DocuColor iGen3 (Xerox), NexPress (Kodak NexPress), Indigo Press (HP) oder Xeikon 5000 (Xeikon) vergleichbar wäre. Nicht dass die CLCx-Geräte keine hochwertigen Drucksysteme wären, nur klafft hier zu den Mitbewerbern eine deutliche Lücke. Wenn Canon hier in Zukunft punkten will, wird das Unternehmen nicht um die Entwicklung eigener, neuer Drucksysteme herumkommen. Dass das japanische Unternehmen dazu in der Lage ist, zeigen die Erfolge der bestens akzeptierten Office-Produkte.
MeapDie «multifunktionale und integrierte Applikationsplattform» Meap basiert auf der von Sun Microsystems entwickelten Programmiersprache Java und ist in allen neueren Imagerunner-Geräten integriert, die mit der Zahl 70 enden (z. B. iR 8070). Im Gegensatz zu anderen Systemen setzt Canon damit nicht auf eine serverbasierende Lösung, sondern verleiht den Ausgabegeräten Intelligenz bzw. mehr Funktionalitäten. Dank Java kann auch die Bedieneroberfläche (GUI) am Gerät sehr individuell angepasst werden.
Meap ist modular. Seit Anfang März sind insgesamt sechs Applikationen für unterschiedliche Bedürfnisse verfügbar. Diese werden etwa Sicherheitsanforderungen gerecht, ermöglichen die Übertragung von Dokumenten via USB-Stick oder das Verwalten von Accounts (Verwaltung von Druckaufträgen u. a. zur Verrechnung von Ausdrucken auf Kostenstellen). Weitere Meap-Programme werden folgen. (jf)
Für Canons Farbdrucksysteme CLC4000 und CLC5100 sind neue Controller verfügbar, die eine bessere Druckqualität ermöglichen.
Das neue Multifunktionsgerät iR 2230 ist besonders Platz sparend konzipiert und für kleine Büroumgebungen geeignet.
Die Drucksysteme iR 125 (Bild oben) und iR 150 sowie iR 105+ (rechts) sind Canons Topmodelle im Schwarzweissdruck.
Jürgen Franck
Neue Systeme für das Office-…Canon hat zwei neue Multifunktionsgeräte vorgestellt und erweitert damit sein Sortiment an Schwarzweissdruckern. Die neuen iR 2230 (die ersten beiden Ziffern geben jeweils die Geschwindigkeit in A4-Seiten/Minute an) und iR 3530 sind für kleine Arbeitsgruppen geeignet. Die Geräte wurden besonders Platz sparend konzipiert und sind mit Druck-, Kopier-, Scan- und Faxfunktionalitäten ausgestattet.
Insgesamt scheint Canon im Office-Bereich die Wünsche der Kunden zu treffen. Bedürfnisse aus dem Banken- und Versicherungsumfeld wurden umgesetzt: Mittels Bestätigung per Chip-Karte oder Fingerabdruck (beides optional) können Dokumente am Gerät ausgegeben werden, die vorher an das Drucksystem übertragen wurden. Neu lassen sich auch mit USB-Memorysticks Daten direkt auf das Ausgabegerät kopieren und dru-cken – umgekehrt können Vorlagen gescannt und auf den Stick gespeichert werden. Möglich ist dies alles dank der neuen Gerätebedienerplattform Meap (siehe Kasten).
Daneben bietet Canon auch Produkte an, die sowohl dem Office- als auch dem Production-Segment zugeordnet werden können. Diese Drucksysteme mit Leistungen zwischen 70 und 105 A4-Seiten/ Minute haben Leistungssteigerungen erfahren und wurden entsprechend der neuen Ausgabeleistung umbenannt. Zudem werden auch hier die Drucksysteme iR 8070, iR 9070, iR 85+ und iR 105+ mit der neuen Meap-Plattform ausgerüstet.
… und Production-SegmentSeit Anfang Jahr bietet Canon mit den Produkten iR 125 und iR 150 zwei neue Hochleistungsdrucksysteme für das Schwarzweiss-Segment an. Die Drucker, die bis zu 125 bzw. 150 A4-Seiten/Minute drucken, ermöglichen dank einer neuen Bebilderungstechnologie auch eine bessere Druckqualität. In den – neu – bis zu neun Papierkassetten können entweder farbige Vordrucke oder insgesamt 12000 Blatt Papier gelagert werden. Mit optional erhältlichen, ansetzbaren Weiterverarbeitungsmodulen können so schnell und einfach gelochte, geheftete oder gebundene (Umschlag muss vorgerillt sein) Unterlagen bzw. Drucksachen produziert werden.
Canon hat auch drei seiner Rips bzw. Controller (zum Verarbeiten der übertragenen Daten und zum Steuern der Farbdrucker) aufgerüstet. Die ColorPass Z6100, Z7100 und Z7500 genannten Produkte (entwickelt von EFI) wurden hinsichtlich Verarbeitungsgeschwindigkeit von Dokumenten, Auftragsmanagement, variablem Datendruck etc. optimiert. Die Controller sind geeignet, Canons Farbdrucker CLC4000 und CLC5100 zu steuern.
Weiter stellte Canon eine neue Software zum Zusammenstellen von Dokumenten vor. Der iW Publishing Manager Pro, eine Komplettlösung, ist für Agenturen und Inhouse-Drucke- >> reien konzipiert. Die einfach zu handhabende Software ermöglicht es Anwendern, sowohl Word-, Powerpoint-, Excel- und PDF-Dokumente zu einem Canon-eigenen iWD-Datenformat zusammenzufassen. Zudem können gescannte Dokumente und Datenbankinformationen beigefügt werden. Per Drag&Drop können dazu die Seiten auf einfachste Art und Weise zusammengenommen und natürlich auch ausgegeben werden. Auf Wunsch kann das so erstellte iWD-Dokument softwaregestützt auch in ein PDF-Dokument konvertiert und weitergeleitet werden – spezifische Ausgabeparameter gehen dann aber verloren.
Unterschiedlich positioniertIm Office-Bereich und bei den Lösungskonzepten hat Canon mit den neuen vorgestellten Produkten und Lösungen seine Position gefestigt. Hier ist das Unternehmen, das acht Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung steckt, in den meisten Segmenten in der Schweiz klarer Marktführer. Die Technik stimmt, die Bedienerplattform ebenso.
Im Production-Bereich (Schwarzweiss) setzt Canon bei den neuen Druckern iR 125 und 150 zwar auf OEM-Produkte (also Produkte, die Canon einkauft und unter eigenem Namen vertreibt); durch spezielle Lösungen grenzt sich Canon aber von seinen Mitbewerbern ab. So bietet Canon für die beiden Drucker beispielsweise Verbindungen zu ERP- beziehungsweise Warenwirtschaftssystemen an, um von dort Daten zu übernehmen und aufzubereiten sowie zu gewährleisten, dass auch wirklich alle Formulare, Rechnungen etc. ausgedruckt werden.
Etwas schwer tut sich Canon hingegen im zum Teil vernachlässigten Segment Production (Farbe). Das Unternehmen verfügt über kein Drucksystem, das mit einem der Systeme wie beispielsweise DocuColor iGen3 (Xerox), NexPress (Kodak NexPress), Indigo Press (HP) oder Xeikon 5000 (Xeikon) vergleichbar wäre. Nicht dass die CLCx-Geräte keine hochwertigen Drucksysteme wären, nur klafft hier zu den Mitbewerbern eine deutliche Lücke. Wenn Canon hier in Zukunft punkten will, wird das Unternehmen nicht um die Entwicklung eigener, neuer Drucksysteme herumkommen. Dass das japanische Unternehmen dazu in der Lage ist, zeigen die Erfolge der bestens akzeptierten Office-Produkte.
MeapDie «multifunktionale und integrierte Applikationsplattform» Meap basiert auf der von Sun Microsystems entwickelten Programmiersprache Java und ist in allen neueren Imagerunner-Geräten integriert, die mit der Zahl 70 enden (z. B. iR 8070). Im Gegensatz zu anderen Systemen setzt Canon damit nicht auf eine serverbasierende Lösung, sondern verleiht den Ausgabegeräten Intelligenz bzw. mehr Funktionalitäten. Dank Java kann auch die Bedieneroberfläche (GUI) am Gerät sehr individuell angepasst werden.
Meap ist modular. Seit Anfang März sind insgesamt sechs Applikationen für unterschiedliche Bedürfnisse verfügbar. Diese werden etwa Sicherheitsanforderungen gerecht, ermöglichen die Übertragung von Dokumenten via USB-Stick oder das Verwalten von Accounts (Verwaltung von Druckaufträgen u. a. zur Verrechnung von Ausdrucken auf Kostenstellen). Weitere Meap-Programme werden folgen. (jf)
Für Canons Farbdrucksysteme CLC4000 und CLC5100 sind neue Controller verfügbar, die eine bessere Druckqualität ermöglichen.
Das neue Multifunktionsgerät iR 2230 ist besonders Platz sparend konzipiert und für kleine Büroumgebungen geeignet.
Die Drucksysteme iR 125 (Bild oben) und iR 150 sowie iR 105+ (rechts) sind Canons Topmodelle im Schwarzweissdruck.
Jürgen Franck
