Billig darf eben nicht cheap wirken
Weber Hodel Schmid und Christinger Partner arbeiten an einem neuen Image für Denner
Weber Hodel Schmid und Christinger Partner arbeiten an einem neuen Image für DennerVon Andreas Panzeri Die neue Führung beim Discounter Denner mit dem 30-jährigen Philippe Gaydoul am Ruder zeigt erste Resultate. Der Verjüngung an der Konzernspitze soll auch ein nach aussen sichtbares Facelifting folgen. Weber Hodel Schmid arbeitet an einem neuen Werbeauftritt für Denner. Christinger Partner soll in den kommenden zwei Jahren 314 Filialen visuell umrüsten.
«Es gibt schön zu tun und mit Sicherheit Überraschungen», verrät Reini Weber. Seine Agentur
Weber Hodel Schmid (WHS) ist seit kurzem für die künftige Werbung des Discounters zuständig. Eine Agenturwahl, die Aufsehen erregt hatte, schliesslich ist Denner bis jetzt mit so genannten Schweinebauch-Inseraten und kaum mit kreativer Werbung aufgefallen. Das will Gaydoul jetzt ändern. «Denner ist zu uns gekommen, weil sie andere Werbung brauchen», meint dazu Weber.
Der «Armeleute-Groove» hat bei Denner ausgedient
Schweri-Enkel Gaydoul, der jüngst mit dem Verkauf seiner Waro-Kette an Coop sowie der Konzentration von Franz Carl Weber – statt 21 nur noch 9 grosse Filialen – aufgefallen ist, hat schon zu Beginn dieses Jahres ein neues Corporate Design für die über 300 Denner-Filialen in Auftrag gegeben. Von einer deutschen Agentur wurde ein neues Logo entworfen. Seither wurde dieses von Christinger Partner in Schlieren weiterentwickelt und beim Umrüsten von bisher 14 Testfilialen «fortlaufend optimiert», wie Michael Egger bei Christinger meint. Gleichzeitig kümmert sich nun auch WHS um ein umfassendes Neu-Styling des CD von Denner.
«Die Schweinebauch-Werbung ist erfolgreich und wird im Rhythmus Dienstag, Donnerstag vorerst weiter durchgezogen. Man könnte aber flexibler werden, und selbst hier gibt es Möglichkeiten für ein neues Design», erklärt Weber. Demnach will Denner werblich weiterhin wie ein Discounter auftreten. Der Vergangenheit angehören soll hingegen der «Armeleute-Groove».
«Wir bleiben ein Discounter und wollen kein Einkaufserlebnis bieten, bei dem man viel Geld in eine teure Warenpräsentation investieren muss», ergänzt dazu Stefan Maegli, Werbeleiter bei Denner. Auch mit dem neuen Corporate Design, an dem WHS zurzeit arbeitet, müssen Aktionswaren weiterhin ab Palette im Laden angeboten werden können.
Im populären Geschäft für Ergänzungseinkäufe soll also auch in Zukunft «keine Schicki-Micki-Atmosphäre herrschen». 1400 verschiedene Produkte stapeln sich beim inzwischen gestrafften Sortiment im Laden. 75 Prozent davon sind Markenprodukte.
Noch mehr kreative Möglichkeiten als diese Verkaufs-Werbung werden aber sicher die Kampagnen bieten, mit denen WHS im kommenden Jahr jede Woche die Neueröffnung von drei bis vier umgebauten Filialen kommunikativ begleiten darf.
Für diese Eröffnungswerbung ist WHS mit einem «massgeblichen Budget» beauftragt worden. Bei dieser Werbung auf lokaler Ebene soll vor allem multimedial kommuniziert werden. Ausserdem soll mit Events für Denner-Kunden einschliesslich Bewirtung und Hostessen für viel Goodwill gesorgt werden. Dazu werden flankierend Inserate geschaltet, Mailings verschickt und Radiospots ausgestrahlt.
Positive Kundenreaktionen auf die neue Beschriftung
Am 27.Februar dieses Jahres wurde die erste Denner-Filiale an der Uetlibergstrasse in Zürich als Pilotfiliale des «New Denner» eröffnet. Sie war wegweisend für weitere zehn Testfilialen, die im Verlaufe des Sommers in der ganzen Schweiz gefolgt sind. Parallel dazu hat Denner den neuen Look in einer Kundenbefragung bewerten lassen. Das positive Resultat ihrer grafischen Vorschläge hat der Firma Christinger Partner in Schlieren schliesslich den Auftrag zum neuen Beschildern von schweizweit 314 Filialen eingebracht.
Zwei Jahre wird die Arbeit dauern. Drei bis vier Filialen sollen pro Woche umgestylt werden. Zu diesem Zweck hat Christinger sämtliche Filialen ausgemessen und «ein separates, angepasstes Layout erstellt», wie Egger, Projektleiter beim Grafik- und Beschriftungsspezialisten, erklärt.
Da viele Denner-Filialen in völlig unterschiedlichen Räumlichkeiten vom grossen Supermarkt bis zum kleinen Laden im Parterre eines Wohnhauses einquartiert sind, mussten auch für die neue Beschriftung verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Zur neuen Ausrüstung gehören Leuchtkasten, das Erscheinungsbild der Schaufenster, Tafeln, Parkplatzhinweise sowie diverse Produkte im Innenbereich wie Deckenhänger, Regalbeschriftungen, Aktionsbeschriftungen und Infotafeln.
«Es gibt schön zu tun und mit Sicherheit Überraschungen», verrät Reini Weber. Seine Agentur
Weber Hodel Schmid (WHS) ist seit kurzem für die künftige Werbung des Discounters zuständig. Eine Agenturwahl, die Aufsehen erregt hatte, schliesslich ist Denner bis jetzt mit so genannten Schweinebauch-Inseraten und kaum mit kreativer Werbung aufgefallen. Das will Gaydoul jetzt ändern. «Denner ist zu uns gekommen, weil sie andere Werbung brauchen», meint dazu Weber.
Der «Armeleute-Groove» hat bei Denner ausgedient
Schweri-Enkel Gaydoul, der jüngst mit dem Verkauf seiner Waro-Kette an Coop sowie der Konzentration von Franz Carl Weber – statt 21 nur noch 9 grosse Filialen – aufgefallen ist, hat schon zu Beginn dieses Jahres ein neues Corporate Design für die über 300 Denner-Filialen in Auftrag gegeben. Von einer deutschen Agentur wurde ein neues Logo entworfen. Seither wurde dieses von Christinger Partner in Schlieren weiterentwickelt und beim Umrüsten von bisher 14 Testfilialen «fortlaufend optimiert», wie Michael Egger bei Christinger meint. Gleichzeitig kümmert sich nun auch WHS um ein umfassendes Neu-Styling des CD von Denner.
«Die Schweinebauch-Werbung ist erfolgreich und wird im Rhythmus Dienstag, Donnerstag vorerst weiter durchgezogen. Man könnte aber flexibler werden, und selbst hier gibt es Möglichkeiten für ein neues Design», erklärt Weber. Demnach will Denner werblich weiterhin wie ein Discounter auftreten. Der Vergangenheit angehören soll hingegen der «Armeleute-Groove».
«Wir bleiben ein Discounter und wollen kein Einkaufserlebnis bieten, bei dem man viel Geld in eine teure Warenpräsentation investieren muss», ergänzt dazu Stefan Maegli, Werbeleiter bei Denner. Auch mit dem neuen Corporate Design, an dem WHS zurzeit arbeitet, müssen Aktionswaren weiterhin ab Palette im Laden angeboten werden können.
Im populären Geschäft für Ergänzungseinkäufe soll also auch in Zukunft «keine Schicki-Micki-Atmosphäre herrschen». 1400 verschiedene Produkte stapeln sich beim inzwischen gestrafften Sortiment im Laden. 75 Prozent davon sind Markenprodukte.
Noch mehr kreative Möglichkeiten als diese Verkaufs-Werbung werden aber sicher die Kampagnen bieten, mit denen WHS im kommenden Jahr jede Woche die Neueröffnung von drei bis vier umgebauten Filialen kommunikativ begleiten darf.
Für diese Eröffnungswerbung ist WHS mit einem «massgeblichen Budget» beauftragt worden. Bei dieser Werbung auf lokaler Ebene soll vor allem multimedial kommuniziert werden. Ausserdem soll mit Events für Denner-Kunden einschliesslich Bewirtung und Hostessen für viel Goodwill gesorgt werden. Dazu werden flankierend Inserate geschaltet, Mailings verschickt und Radiospots ausgestrahlt.
Positive Kundenreaktionen auf die neue Beschriftung
Am 27.Februar dieses Jahres wurde die erste Denner-Filiale an der Uetlibergstrasse in Zürich als Pilotfiliale des «New Denner» eröffnet. Sie war wegweisend für weitere zehn Testfilialen, die im Verlaufe des Sommers in der ganzen Schweiz gefolgt sind. Parallel dazu hat Denner den neuen Look in einer Kundenbefragung bewerten lassen. Das positive Resultat ihrer grafischen Vorschläge hat der Firma Christinger Partner in Schlieren schliesslich den Auftrag zum neuen Beschildern von schweizweit 314 Filialen eingebracht.
Zwei Jahre wird die Arbeit dauern. Drei bis vier Filialen sollen pro Woche umgestylt werden. Zu diesem Zweck hat Christinger sämtliche Filialen ausgemessen und «ein separates, angepasstes Layout erstellt», wie Egger, Projektleiter beim Grafik- und Beschriftungsspezialisten, erklärt.
Da viele Denner-Filialen in völlig unterschiedlichen Räumlichkeiten vom grossen Supermarkt bis zum kleinen Laden im Parterre eines Wohnhauses einquartiert sind, mussten auch für die neue Beschriftung verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Zur neuen Ausrüstung gehören Leuchtkasten, das Erscheinungsbild der Schaufenster, Tafeln, Parkplatzhinweise sowie diverse Produkte im Innenbereich wie Deckenhänger, Regalbeschriftungen, Aktionsbeschriftungen und Infotafeln.
