Bestnoten für Kreativität
Samuel Helbling über die neue Werbemarktstudie der Media Research Group
Samuel Helbling über die neue Werbemarktstudie der Media Research GroupDes Schusters Kinder laufen barfuss. Diese Redewendung fällt einem zum Stichwort klassische Eigenwerbung von Agenturen ein. Mit dem Argument, dass die Werbung für ihre Kunden auch die beste Eigenwerbung sei, entziehen sich viele Agenturen dieser Hausaufgabe. Begründet wird die kommunikative Abstinenz in eigener Sache oft mit der Rücksicht auf Kunden, welche es nicht gerne sähen, wenn sich die Dienstleister zu sehr in Szene setzten.Kompensatorisch dazu feiert sich die Werbegilde allenthalben an irgendwelchen Festivals und überhäuft sich gegenseitig mit
Preisen. Es gibt keine andere Branche, die sich mit derart vielen Trophäen selber auszeichnet.
Nüchterner und zurückhaltender geben sich die Werbeauftraggeber. Sie wissen, dass Werbung in erster Linie verkaufen muss und kein L’art pour l’art ist. Für Phantomwerbung haben sie kein Gehör, und die Selbstbeweihräucherung der Werbebranche ist ihnen suspekt.
Sie wissen, dass die Zeche letztlich mit ihrem Geld bezahlt wird.
Was liegt also näher, als die Kommunikationsverantwortlichen in den Unternehmen einmal direkt zu fragen, wie sie mit den Leistungen der Agenturen zufrieden sind. Auf Initiative der Media Research Group Zürich haben die 500 grössten Werbeauftraggeber die 20 grössten Schweizer Agenturen qualitativ beurteilt. Sie äusserten sich über Kreativität, Strategie, Beratung und ihren Gesamteindruck.
Ein erfreuliches Resultat vorweg: Die beste Durchschnittsnote erzielten die Agenturen für ihre kreativen Leistungen. Dies darf als Indiz dafür gewertet werden, dass die Agenturen in ihrer Kernkompetenz gar nicht so schlecht sind, wie häufig moniert wird. Gleichzeitig ist das Urteil der Auftraggeber über die Kreativität deutlich weniger homogen ausgefallen als dasjenige über die anderen Bereiche. Die beste Note liegt 70 Prozent über
der schlechtesten. Kreativität ist demnach immer noch das Differenzierungsmerkmal für Agenturen. Die Werbewoche berichtet exklusiv über die neue Werbemarktstudie auf den Seiten 9 und 10.
> Samuel Helbling, Chefredaktor
Preisen. Es gibt keine andere Branche, die sich mit derart vielen Trophäen selber auszeichnet.
Nüchterner und zurückhaltender geben sich die Werbeauftraggeber. Sie wissen, dass Werbung in erster Linie verkaufen muss und kein L’art pour l’art ist. Für Phantomwerbung haben sie kein Gehör, und die Selbstbeweihräucherung der Werbebranche ist ihnen suspekt.
Sie wissen, dass die Zeche letztlich mit ihrem Geld bezahlt wird.
Was liegt also näher, als die Kommunikationsverantwortlichen in den Unternehmen einmal direkt zu fragen, wie sie mit den Leistungen der Agenturen zufrieden sind. Auf Initiative der Media Research Group Zürich haben die 500 grössten Werbeauftraggeber die 20 grössten Schweizer Agenturen qualitativ beurteilt. Sie äusserten sich über Kreativität, Strategie, Beratung und ihren Gesamteindruck.
Ein erfreuliches Resultat vorweg: Die beste Durchschnittsnote erzielten die Agenturen für ihre kreativen Leistungen. Dies darf als Indiz dafür gewertet werden, dass die Agenturen in ihrer Kernkompetenz gar nicht so schlecht sind, wie häufig moniert wird. Gleichzeitig ist das Urteil der Auftraggeber über die Kreativität deutlich weniger homogen ausgefallen als dasjenige über die anderen Bereiche. Die beste Note liegt 70 Prozent über
der schlechtesten. Kreativität ist demnach immer noch das Differenzierungsmerkmal für Agenturen. Die Werbewoche berichtet exklusiv über die neue Werbemarktstudie auf den Seiten 9 und 10.
> Samuel Helbling, Chefredaktor
