Autovertising: Mobile Werbeflächen werden messbar

AUSSENWERBUNG Zum ersten Mal kann die Reichweite mobiler Werbeträger in der Schweiz berechnet werden. Ein ausgeklügeltes System, welches das Berner Start-Up Autovertising zusammen mit der Firma DFRC entwickelt hat, lässt Bruttoreichweiten für mobile Werbeträger schätzen.
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Via Autovertising können Werber ihre Botschaften auf private Autos platzieren. Neu können die Kontaktzahlen dieser mobilen Werbeflächen geschätzt werden.«Aus Privatautos attraktive Werbeflächen schaffen und Unternehmen ermöglichen, darauf erfolgreich zu werben» – so das Motto der fünf Berner Jungunternehmer. Mit der Plattform www.autovertising.ch können Werber anhand einer ausgefeilten Suche ihre Botschaft zielgenau auf ausgewählte Fahrzeuge kleben lassen und sich einen direkten Draht ins soziale Gefüge des Fahrers verschaffen.Messbarkeit gefordertDer Werbefranken ist umkämpfter den je. Die Messbarkeit der Wirkung einzelner Werbeträger wird von Werbetreibenden auch bei Out of Home Media gefordert. Fundierte Studien gewährleisten diese Messbarkeit seit längerer Zeit für statische Werbeflächen – im Bereich der mobilen Werbeflächen ist ein etabliertes System auf dem Schweizer Markt inexistent.In Zusammenarbeit mit dem Partner DFRC AG, welcher mit dem Monitoring-Programm LBASense die Analyse von Bewegungspatterns auf professioneller Basis anbietet, setzt Autovertising mit LBAuto nun ein System ein, um mögliche Sichtkontakte für fahrende Werbeträger zu ermitteln.Die in den letzten Monaten entwickelte AV-Box ermittelt anhand eines in den Autos eingebauten Trackingsystems mögliche Sichtkontakte und liefert Kontaktzahlen zu einzelnen Kampagnen. Dabei registriert die AV-Box Positionsdaten und Signale von Smartphones und sendet diese an einen Server weiter. Ein Algorithmus leitet aus der Dichte der Mobiltelefone mögliche Sichtkontakte ab und schätzt die Bruttoreichweite des Werbeträgers. Die Daten werden aufbereitet und stehen dem Werber mit mehreren Analysetools zur Verfügung.Messbarkeit ja – Überwachung neinAutovertising versteht die Notwendigkeit einer Messung, will jedoch die Fahrer nicht überwachen. Entsprechend werden die Daten weitgehendst anonymisiert und stehen dem Werber zeitversetzt und aggregiert zur Verfügung. Der Werber kriegt die aggregierten Daten zu den eingesetzten Werbeträgern seiner Kampagne, kann jedoch keine Rückschlüsse auf die einzelnen Fahrzeuge ziehen. Ein Live-Tracking ist somit nicht möglich, und die Fahrziele eines einzelnen Fahrers sind nicht direkt nachvollziehbar.Grosses Potential der Werbefläche PrivatautosDer Erfolg ähnlicher Portale zur Vermittlung von Privatautos als Werbeflächen verdeutlicht das grosse Potential dieser Werbeform. So sind die Deutsche Post oder die Firma brandyourcar.com in Südafrika mit ähnlichen Modellen auf Expansionskurs. Mit der neu konstruierten AV-Box bringt Autovertising die Werbefläche Privatautos in der Schweiz einen grossen Schritt voran.Bei den Autofahrern beliebtDie Resonanz der Autofahrer auf die angebotene Verdienstmöglichkeit ist gross: In den ersten acht Monaten des Jahres haben sich knapp 1’000 Personen registriert, welche ihre Autos beschriften lassen wollen. Mit bis zu 1’800 Franken pro Jahr ist der Verdienst ansprechend, Autofahrer können sich Versicherungsund Unterhaltskosten für ihre Fahrzeuge sparen. Teilnehmer bisheriger Kampagnen äussern sich positiv: «Jetzt verdiene ich fürs Herumfahren Geld – toll!» (Fabian R., Teilnehmer der Kampagne Automobil Revue).

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