Augen auf – Kinnlade runter. Der Herbst geht – die neue Kampagne der Snowboardgarage von Beat Gattiker kommt.

Der gewitzte David unter den Snowboard-Ausrüstern macht der fantasielosen Massenindustrie auch dieses Jahr wieder mit feinem, zielgruppengenauem Werbegeschütz schwer zu schaffen. So waren an der diesjährigen freestyle.ch die echt plakativen B4-Poste

Der gewitzte David unter den Snowboard-Ausrüstern macht der fantasielosen Massenindustrie auch dieses Jahr wieder mit feinem, zielgruppengenauem Werbegeschütz schwer zu schaffen. So waren an der diesjährigen freestyle.ch die echt plakativen B4-Poster mit dem staunenden Snowboard-Mund nicht zu übersehen – und werden den Winter durch auch rund um die Filialen in Flims und Laax für ein Schmunzeln sorgen. Ausgedacht haben sich dieses Plakat Flavio Meroni und Martin Stulz bei Publicis, Grafik Nadine Geissbühler, Beratung Reto Wolf.Kalter Kaffee. Glaubt man der alten Branchenweisheit «No news are good news», müsste es Ringier blendend gehen. Das herbstliche Pressefrühstück mit Verleger und operativem Konzernchef Martin Werfeli hatte jedenfalls kaum Neuigkeitswert. Cash hütet weiter das Krankenbett, Osteuropa stimmt nach wie vor hoffnungsvoll, an der Weltwoche-Konkurrenz wird immer noch gebastelt, und «Springier» wäre nur als «Merger among equals» in Frage gekommen: Zum Glück waren wenigstens die Gipfeli frisch und der Kaffee nicht so abgestanden wie obige Nullmeldungen.
Iex schrumpft um ein Drittel. An der Zürcher Fachmesse Internet Expo (iEx) vom 5. bis 7. Februar 2003 werden 300 Aussteller erwartet. Das sind rund 32% weniger als 2002. Die Ausstellungsfläche geht sogar um etwa 36% auf 9000 Quadratmeter zurück. Die Messe müsse sich ohne Wenn und Aber den Veränderungen der Internetbranche anpassen, schreibt die iEx in einer Mitteilung. Viele Firmen, die noch vor zwei Jahren dabei waren, gebe es nicht mehr, und die Branche könne noch nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.
Die 1000 besten Weine. Aus ihren soziodemografischen Untersuchungen wisse die Bilanz, dass ihre Leserinnen und Leser einen guten Wein besonders schätzen. «Wieso sich also nicht einmal etwas intensiver mit diesem Thema beschäftigen?», fragt Chefredaktor Medard Meier in seinem Editorial fürs erste Bilanz-Lifestyleheft zum Thema Wein. Das Konzept für diese Beilage stammt von der Weinjournalistin und WerbeWoche-Mitarbeiterin Chandra Kurt, realisiert wurde es von Hanspeter Eggenbergers Editorialfirma Duktus. Mitgeschrieben haben die Weinpäpste in aller Welt. In der bekannten Rating-Tradition der Bilanz sind die 1000 besten Weine gekürt worden. Mit diesem regelmässig im Dezember erscheinenden Weinheft erhöhen sich die Lifestylebeilagen der Bilanz auf fünf. Neben Uhren, Luxus und Interieur gibt es neu auch ein Heft mit dem Titel Freizeit, das aus dem bisherigen Themenheft Auto hervorgehen soll.
Zustupf für sieben Deutschschweizer Verlage. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und das Migros Kulturprozent vergeben dieses Jahr zum vierten Mal Verlagsprämien, zusammen mit den Kulturabteilungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Diesmal werden sieben unabhängige Deutschschweizer Verlage mit insgesamt 360000 Franken unterstützt: Ammann Verlag, Bilgerverlag, Limmat Verlag und Unionsverlag (alle Zürich) sowie die Verlage Lenos und Urs Engeler (beide Basel) und der Verlag Im Waldgut (Frauenfeld). Wie sich die Summe auf die Bezüger verteilt, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Pro Helvetia lobte die Verlage für ihr Geschick, sich die Unabhängigkeit zu bewahren. Ihr Profil trage zur Vielfalt und Lebendigkeit der Schweizer Literaturszene bei. Die Prämie soll den Verlagen ermöglichen, Vertrieb und Werbung zu stärken.
Jeder für 15 Minuten ein Warhol. Das Migros Museum, das zum Migros Kulturprozent gehört, lässt alljährlich eine Tasche gestalten. Dieses Jahr durfte das junge Grafiker-Duo Julia Bolli und Marc Hahn sein feines Gespür walten lassen. Mit ihrer Idee wollen sie die Aufmerksamkeit bei Kunstinteressierten wecken, um sie wieder einmal ins Migros Museum für Gegenwartskunst zu locken. Wer sich die Einkaufstasche über den Kopf zieht, ist für 15 Minuten nicht nur ein Star, sondern kann sich gleich als Andy Warhol bestaunen lassen. Allerdings empfiehlt es sich, die Tasche vor einer solchen Kunstaktion sorgfältig von Eiern, Fisch oder anderen Einkaufswaren wie Mehl zu entrümpeln, sonst wird sie zur Performance.
Aus KirchSport wird Infront Sports & Media. Der Rechtevermarkter KirchSport wird Anfang 2003 in die Firma Infront Sports & Media AG mit Sitz in Zug umgewandelt. Mehrheitsaktionäre des Unternehmens sind Robert Louis-Dreyfus, die KJ Jacobs AG, Scheich Saleh Kamel und Martin Steinmeyer.
10% befinden sich im Besitz des Managements mit Uli Sigg, Oscar Frei (CEO) und dem Ex-Fussballer Günter Netzer, der als Exekutiv-Direktor tätig sein wird. Die neuen Besitzer haben KirchSport Mitte Oktober von der insolventen KirchGruppe übernommen. Bedenken, dass die Einnahmen aus den TV-Sportrechten angesichts der weltweiten Rezession in Zukunft drastisch zurückgehen könnten, hat man bei der Zuger Firma nicht. «Die WM 2006 ist auf gutem Weg, und auch die Verwertung der Bundesliga-Rechte sollte kein Problem sein», sagte Robert Louis-Dreyfus, der frühere Adidas-Besitzer.
Schweizer Werbung in Beirut ausgezeichnet. Die Schweizer Werbung hat am Wettbewerb Le Mondial de la publicité francophone bescheiden abgeschnitten. An der Preisverleihung vom vergangenen Sonntag, die dieses Jahr in Beirut stattfand, erhielt McCann-Erickson, Genf, Silber. Die Agentur gewann in der Kategorie Zeitschriften mit dem Sujet «Klammer» für die Versicherung Generali, das bereits in Cannes mit einem silbernen Löwen ausgezeichnet worden war. Ebenfalls Silber erhielt Transphere SA für das Modehaus Bon Génie Grieder in der Kategorie Multimedia. Zum Mondial, das seit 1986 die beste französischsprachige Werbung auszeichnet, gehört zudem ein nationaler Preis. Für die Schweiz erhielten McCann Gold und Transphere Silber; Bronze sicherte sich Simko mit dem TV-Spot «Chouettes» für Cardinal. Gemäss Simko waren 44 Arbeiten aus der Schweiz eingereicht worden – auf die Shortlist schaffte es ausser den Prämierten nur noch Rive Gauche für Dimanche.ch.
Massive Auszeichnung. Die ZenithOptimedia, Frankreich, die Media Agentur der Publicis-Gruppe, hat kürzlich eine weltweite Studie durchgeführt und beschreibt darin die wichtigsten 40 Medientitel, welche die heutige Zeit reflektieren und gestalten. Das Lifestylemagazin Massiv hat es als einziger Schweizer Vertreter geschafft, unter diesen 40 internationalen Titeln zu erscheinen, und beweist damit sein ausgeprägtes Gespür für den Puls der Zeit. ZenithOptimedia beschreibt die auserwählten Titel als «schön, elegant und überdurchschnittlich intelligent – Beispiele von authentischer Modernität und Kreativität». Die in Buchform erschienene Studie «style press 02» wird als selbst ernannter Mediaguide an eine Auswahl von Luxusmarken verteilt. Für Massiv ist diese Erwähnung eine hohe Auszeichnung und Bestätigung für sein dreijähriges Bestehen. Das aus St.Gallen stammende Magazin hat sich im Schweizer Markt zu einem wichtigen Insidertipp in der rasant wachsenden Lifestylebranche entwickelt, ist jedoch international anerkannt und positioniert. Das Inhouse-Rating der Jeansmarke Diesel listete Massiv neben Titeln wie der italienischen Vogue, Dutch, ID unter den neun besten internationalen Magazinen auf. Massiv hat eine Auflage von 25000 Exemplaren und erscheint ab 2003 siebenmal pro Jahr.
Zürcher Geschenkideen. Ideen, Tipps und Geschichten rund um Weihnachten sind in einem Shoppingführer zu finden, den der Tages-Anzeiger seiner Ausgabe vom
25. November beigelegt hat. Der Guide im handlichen Taschenformat hat 84 Seiten und umfasst neben einem redaktionellen Teil natürlich auch viele Inserate fürs passende Weihnachtsgeschenk. Angeregt wird man von Ideen aus dem Supermarkt bis zum Küchenladen, Fitnesscenter oder Juwelier. «Weihnachtsshopping» ist bis zum 24. Dezember auch in allen Fahrzeugen der VBZ Züri-Linie erhältlich – «solange Vorrat».
Ostergrüsse in Blau. Die Silat Kampfkunstschule in Zürich lehrt Frauen, sich wirkungsvoll zu verteidigen. Wie wirkungsvoll, zeigt ein von Sulzer Sutter kreiertes Sujet, das im Dezember und Januar in diversen Zürcher Kinos als Dia zum Einsatz kommen soll. Kaum zu glauben, dass diese Idee im Kopf von drei Männern, Felix Dammann, Francis Sulzer und Robert Köhler, ausgebrütet worden sein soll. Autsch!

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