Amnesty: Rückzug trotz teurer Kampagne
Wie Tagesanzeiger.ch berichtet, unterstützt Amnesty International das Referendum gegen die Asylrevision nicht. Dies, obwohl die Organisation einen beachtlichen Betrag in die viel diskutierte «Mustafa Blocher»-Kampagne investierte.
Wie Tagesanzeiger.ch jedoch berichtet, beschloss der Amnesty-Vorstand am Montag einstimmig, das Referendum gegen ein verschärftes Asylgesetz nicht zu unterstützen. Dies, obwohl die Kampagne laut Tagesanzeiger.ch einen sechsstelligen Betrag gekostet haben soll. Man unterstütze das Referendum nicht, weil man nicht davon ausgehe, mehr als 25 Prozent der Stimmen gewinnen zu können, zitiert das Onlineportal die Amnesty-Sprecherin Alexandra Karle. Bereits 2006 habe man mit nur einem Drittel zu einer Ablehnung einer Verschärfung bewegen können – «eine traumatische Erfahrung». Der Entscheid kommt allerdings nicht einem Rückzug aus der Asyldebatte gleich. Amnesty will die Kampagne fortsetzen, weiterhin für eine Veränderung der Asylpolitik lobbyieren und die direkte Mitarbeit in Einzelfällen weiterführen, so Karle gegenüber Tagesanzeiger.ch.

