Alles andere ist Beilage
Gastronomie Wirz Werbung macht Appetit auf Rosen mit einem neuen Spot für das vegetarische Restaurant Hiltl.
Gastronomie Wirz Werbung macht Appetit auf Rosen mit einem neuen Spot
für das vegetarische Restaurant Hiltl.
Das Restaurant Hiltl in Zürich ist für manche ein gefährliches Pflaster. Das zeigt ein neuer Werbespot gleich in doppelt eindrücklicher Weise. Es gehört bereits zur Tradition, dass sich das Publikum des Zürcher Orange Cinema unter freiem Himmel beim See auch an einem neuen Hiltl-Film erfreuen darf. Vor zwei Jahren handelte der witzige Spot von einem «Pflanzenschlächter», der bei seinem Rundgang im Quartier allerlei Gemüse vor Todesangst zum Erzittern brachte. Im letzten Jahr war der Film mit «Der Jäger» betitelt. Ein Waidmann entdeckt im Wald einen Hasen. Dieser ist eben dabei, ein Rüebli zu vernaschen. Der Jäger zielt und schiesst. Allerdings nur in die Luft, damit der Hase vor Schreck das Rüebli fallen lässt und der vegetarische Jäger so zu seiner «Beute» kommt. Der neueste Streich der Wirz Werbung für das vegetarische Restaurant erzählt die Geschichte eines ahnungslosen Blumenverkäufers, der mit einem gigantischen Strauss roter Rosen gut gelaunt das Lokal Hiltl betritt. Im Off hört man die Gäste raunen und dezent schreien. Die Kamera bleibt aber draussen und wartet, bis der Blumenverkäufer nach einigen Minuten fassungslos zurückkommt. Er dreht sich zur Kamera und löst damit das Rätsel auf: Bei sämtlichen Rosen bis auf einer sind die Blüten vom Stiel gerissen. Den Gästen im Hiltl haben die Blumen offensichtlich geschmeckt, wie ein zufriedener Rülpser im Off beweist.
Klau vor laufender KameraMit diesem Film hat Wirz Werbung formal und thematisch bewusst eine bereits stattliche Reihe von national und international preisgekrönten Spots fortgesetzt. Neu sorgte in diesem Jahr zum ersten Mal der Schweizer Regisseur und Produzent Max Emmenegger «für die ästhetische, schwungvolle Inszenierung», wie sich CD Matthias Freuler freut.
Weniger Grund zur Freude hatte am Drehort der Hauptdarsteller Kamil Krejci. Der Serienstar aus «Fascht e Familie» und «Mannezimmer» erlebte eine böse Überraschung, als ein Dieb ihm vor laufender Kamera das neben dem Drehort abgestellte Motorrad klauen wollte. Man drehte nachts um zwei Uhr am Originalschauplatz vor dem Hiltl in Zürich – und da treiben sich in dieser Gegend offenbar nicht nur Vegetarier herum. Ein Streifenwagen der Polizei war aber schnell zur Stelle – und so wurde nach einer wilden Verfolgungsjagd das Motorrad wieder eingefangen. Leider hatte das Team keine zweite Kamera dabei. Das hätte bestimmt ein spannendes Making-of zu diesem neusten Spot gegeben.
Der nächtliche Vorfall ist allerdings nicht der Grund, wieso das traditionsreichste vegetarische Restaurant Europas nach über hundert Jahren im kommenden August in die Räumlichkeiten des Restaurants Börse am Bleicherweg zieht. Dort wird im Gebäude der alten Börse nach 60 Jahren das Lokal der Familie König geschlossen. Hiltl nutzt die Chance, um bis zum Sommer 2006 seine vegetarischen Spezialitäten in einem Ausweichlokal servieren zu können, weil das Stammhaus an der Sihlstrasse renoviert und auf 500 Sitzplätze erweitert wird.
Andreas Panzeri
für das vegetarische Restaurant Hiltl.
Das Restaurant Hiltl in Zürich ist für manche ein gefährliches Pflaster. Das zeigt ein neuer Werbespot gleich in doppelt eindrücklicher Weise. Es gehört bereits zur Tradition, dass sich das Publikum des Zürcher Orange Cinema unter freiem Himmel beim See auch an einem neuen Hiltl-Film erfreuen darf. Vor zwei Jahren handelte der witzige Spot von einem «Pflanzenschlächter», der bei seinem Rundgang im Quartier allerlei Gemüse vor Todesangst zum Erzittern brachte. Im letzten Jahr war der Film mit «Der Jäger» betitelt. Ein Waidmann entdeckt im Wald einen Hasen. Dieser ist eben dabei, ein Rüebli zu vernaschen. Der Jäger zielt und schiesst. Allerdings nur in die Luft, damit der Hase vor Schreck das Rüebli fallen lässt und der vegetarische Jäger so zu seiner «Beute» kommt. Der neueste Streich der Wirz Werbung für das vegetarische Restaurant erzählt die Geschichte eines ahnungslosen Blumenverkäufers, der mit einem gigantischen Strauss roter Rosen gut gelaunt das Lokal Hiltl betritt. Im Off hört man die Gäste raunen und dezent schreien. Die Kamera bleibt aber draussen und wartet, bis der Blumenverkäufer nach einigen Minuten fassungslos zurückkommt. Er dreht sich zur Kamera und löst damit das Rätsel auf: Bei sämtlichen Rosen bis auf einer sind die Blüten vom Stiel gerissen. Den Gästen im Hiltl haben die Blumen offensichtlich geschmeckt, wie ein zufriedener Rülpser im Off beweist.
Klau vor laufender KameraMit diesem Film hat Wirz Werbung formal und thematisch bewusst eine bereits stattliche Reihe von national und international preisgekrönten Spots fortgesetzt. Neu sorgte in diesem Jahr zum ersten Mal der Schweizer Regisseur und Produzent Max Emmenegger «für die ästhetische, schwungvolle Inszenierung», wie sich CD Matthias Freuler freut.
Weniger Grund zur Freude hatte am Drehort der Hauptdarsteller Kamil Krejci. Der Serienstar aus «Fascht e Familie» und «Mannezimmer» erlebte eine böse Überraschung, als ein Dieb ihm vor laufender Kamera das neben dem Drehort abgestellte Motorrad klauen wollte. Man drehte nachts um zwei Uhr am Originalschauplatz vor dem Hiltl in Zürich – und da treiben sich in dieser Gegend offenbar nicht nur Vegetarier herum. Ein Streifenwagen der Polizei war aber schnell zur Stelle – und so wurde nach einer wilden Verfolgungsjagd das Motorrad wieder eingefangen. Leider hatte das Team keine zweite Kamera dabei. Das hätte bestimmt ein spannendes Making-of zu diesem neusten Spot gegeben.
Der nächtliche Vorfall ist allerdings nicht der Grund, wieso das traditionsreichste vegetarische Restaurant Europas nach über hundert Jahren im kommenden August in die Räumlichkeiten des Restaurants Börse am Bleicherweg zieht. Dort wird im Gebäude der alten Börse nach 60 Jahren das Lokal der Familie König geschlossen. Hiltl nutzt die Chance, um bis zum Sommer 2006 seine vegetarischen Spezialitäten in einem Ausweichlokal servieren zu können, weil das Stammhaus an der Sihlstrasse renoviert und auf 500 Sitzplätze erweitert wird.
Andreas Panzeri
