Zu guter Letzt: Zu viel versprochen

Sind die Schneeverhältnisse im Februar so himmeltraurig wie dieses Jahr, punkten Skigebiete nicht mit kilometerlangen Pisten oder besonders modernen Liftanlagen. Das Top-Verkaufsargument ist derzeit der Schnee. Dass da schon mal «gemogelt» wird, liegt auf der Hand.

Medien berichten über Schneemangel, die Winterskiorte kontern: «Bei uns hat es noch Schnee!» Ja, aber wie viel? Da es ans Eingemachte geht, wird bei der Messung auch mal zu unkonventionellen Methoden gegriffen. Das Konsumentenmagazin K-Tipp hat die Mogelpackungen entdeckt (aktuelle Ausgabe). Seit Wochen Tauwetter, aber angeblich keine Schneeschmelze. Das kann doch nicht sein! Die Winterskiorte geben denn auch zu, mal im Dorf zu messen, mal irgendwo anders. Auch nicht unbedingt die Naturschneehöhe. Man gibt sich mit Kunstschnee zufrieden. (Unterhalb der Schneekanone ist es sowieso am besten!) Manchmal werde auch einfach nur geschätzt. So lassen sich die gleichbleibenden Schneehöhen, die auf den Websites versprochen werden, schon erklären. Ertappt! Aber weshalb Touristen mit viel Schnee anlocken, ist doch spätestens bei der ersten Abfahrt klar, dass mit «Schnee» eine pickelharte Piste mit einem Hauch Kunstschnee oben drauf gemeint ist? Klar, fahren kann man. Und mit guten Kanten macht es sogar Spass. Also, vielleicht besser die Strategie wechseln. Zum Beispiel ein Kombi-Abo anbieten: Tageskarte inklusive Kantenschliff.

savognin

(Bild: Hier hat es ebenfalls Schnee. Savognin, 21. Februar 2011; Keystone)

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