Zu guter Letzt: You speak Al Jazeera?
Am Mittwoch ging Al Jazeera English auf Sendung, mit Berichten über Raketen und leidenden Kindern sowie Bildern aus Inside Iraq. Der Launch erfolgte grösstenteils unter Ausschluss der westlichen Weltöffentlichkeit. Seltsam, eigentlich.
Am Mittwoch ging Al Jazeera English auf Sendung, mit Berichten über Raketen und leidenden Kindern sowie Bildern aus Inside Iraq. Der Launch erfolgte grösstenteils unter Ausschluss der westlichen Weltöffentlichkeit. Seltsam, eigentlich.
Das arabische Pendant von CNN gilt wegen seiner oft schonungslosen Bilder und tendenziösen Sprache im Westen wie auch in einigen arabischen Staaten als höchst umstritten. Der Vorwurf der Propaganda wurde auf der vor drei Jahren lancierten englischsprachigen Website eher bestätigt als entkräftet. Laut Bloggern ist auch der Ton des seit dieser Woche aufgeschalteten Fernsehsenders Al Jazeera English für westliche Ohren ungewohnt scharf, aber durchaus sachlich. Was nicht überraschen darf, hatte Al Jazeera English doch einige Reporter und Moderatoren von Konkurrenten wie der BBC oder CNN abgeworben. Jemand schreibt gar, es tue gut, zu wissen, dass hier weder die handelsübliche PR-Zensur noch politische Korrektheit die Information glätte.
Doch manchmal darf man bekanntlich nicht selbst entscheiden, was einem gut tut und was nicht. So scheiterten Al Jazeeras Verhandlungen mit U.S.-Kabelanbietern fast auf der ganzen Linie, so dass der Sender ohne grossen U.S. Anbieter startete und deshalb auch kaum empfangen wird. Auch in der Schweiz ist Al Jazeera English nur im welschen Kabelangebot von Naxooo aufgeschaltet. Obwohl Presseberichte oder gar offizielle Angaben zu den Gründen, weshalb das so ist, Seltenheitswert haben, mag man kaum an einen Zufall glauben. Im Angstreflex vor arabischen Inhalten stellt man sich in unserer Kultur lieber mal taub und bemüht weiterhin den Propaganda-Vorwurf, sicher auch, um sich selbst nicht den Augen anderer sehen zu müssen. Da geht gerne vergessen, dass CNN nach den Anschlägen von New York Bilder von jubelnden Muslimen sendete und sich später herausstellte, dass die Aufnahmen bereits mehrere Jahre alt waren.
Global gesehen, sieht es gemäss Angaben des arabischen Senders besser aus: Mittels Kabel oder Satellit erreiche der Sender über 80 Millionen Haushalte. Deshalb kann Al Jazeera auch ziemlich egal sein, wenn westliche Medienexperten den Verdacht äussern, dass der Sender eher Meinungen bedient denn bildet. Man kann den Journalisten von Al Jazeera höchstens wünschen, dass sie einen klaren Kopf behalten und treffende Worte finden mögen.
Das arabische Pendant von CNN gilt wegen seiner oft schonungslosen Bilder und tendenziösen Sprache im Westen wie auch in einigen arabischen Staaten als höchst umstritten. Der Vorwurf der Propaganda wurde auf der vor drei Jahren lancierten englischsprachigen Website eher bestätigt als entkräftet. Laut Bloggern ist auch der Ton des seit dieser Woche aufgeschalteten Fernsehsenders Al Jazeera English für westliche Ohren ungewohnt scharf, aber durchaus sachlich. Was nicht überraschen darf, hatte Al Jazeera English doch einige Reporter und Moderatoren von Konkurrenten wie der BBC oder CNN abgeworben. Jemand schreibt gar, es tue gut, zu wissen, dass hier weder die handelsübliche PR-Zensur noch politische Korrektheit die Information glätte.
Doch manchmal darf man bekanntlich nicht selbst entscheiden, was einem gut tut und was nicht. So scheiterten Al Jazeeras Verhandlungen mit U.S.-Kabelanbietern fast auf der ganzen Linie, so dass der Sender ohne grossen U.S. Anbieter startete und deshalb auch kaum empfangen wird. Auch in der Schweiz ist Al Jazeera English nur im welschen Kabelangebot von Naxooo aufgeschaltet. Obwohl Presseberichte oder gar offizielle Angaben zu den Gründen, weshalb das so ist, Seltenheitswert haben, mag man kaum an einen Zufall glauben. Im Angstreflex vor arabischen Inhalten stellt man sich in unserer Kultur lieber mal taub und bemüht weiterhin den Propaganda-Vorwurf, sicher auch, um sich selbst nicht den Augen anderer sehen zu müssen. Da geht gerne vergessen, dass CNN nach den Anschlägen von New York Bilder von jubelnden Muslimen sendete und sich später herausstellte, dass die Aufnahmen bereits mehrere Jahre alt waren.
Global gesehen, sieht es gemäss Angaben des arabischen Senders besser aus: Mittels Kabel oder Satellit erreiche der Sender über 80 Millionen Haushalte. Deshalb kann Al Jazeera auch ziemlich egal sein, wenn westliche Medienexperten den Verdacht äussern, dass der Sender eher Meinungen bedient denn bildet. Man kann den Journalisten von Al Jazeera höchstens wünschen, dass sie einen klaren Kopf behalten und treffende Worte finden mögen.
