Zu guter Letzt: WoZ vs. Weltwoche
Die Weltwoche und die Wochenzeitung liefern sich in den aktuellen Ausgaben einen Schlagabtausch. Damit erweisen sich die ungleichen Blätter gegenseitig einen Dienst.
Die Weltwoche und die Wochenzeitung liefern sich in den aktuellen Ausgaben einen Schlagabtausch. Damit erweisen sich die ungleichen Blätter gegenseitig einen Dienst. Auf der Seite der Wochenzeitung (WoZ) nimmt der Berner Rapper Greis den vormaligen Magazin-Mann Peer Teuwse, heute bei der Weltwoche Ressortleiter Kultur und Wissen in den verbalen Schwitzkasten. Teuwsen beteuert im Gespräch, dass in keiner ihm bekannten Redaktion so offen gestritten wird wie bei der Weltwoche und bedauert aber deren geringen Frauenanteil. Er räumt ein, dass viele auf seiner Redaktion enttäuschte Linke sind, ein SVP-Blatt sei die Weltwoche jedoch keineswegs. Das umgekehrte Szenario bietet das Köppel-Blatt und Peer Teuwsen fühlt dem WoZ-Kolumnisten auf den Zahn. Greis ruft zum Boykott der Weltwoche auf, weil diese es schaffe, die Ideen der rassistische Tendenzen fördernden SVP im urbanen Mitte-links-Millieu salonfähig zu machen. Er attestiert dem Blatt einseitige Berichterstattung und gibt zu bedenken, dass das «rechte Gedankengut heute Mainstream ist«. Medientechnisch betrachtet können sich die beiden gegenseitig gratulieren – denn so sehr die WoZ in rechten Gefilden ein Feindbild ist, so sehr wird die Weltwoche auf der gegenüberliegenden Seite gehasst, und in seinen jeweiligen Positionen wird man ja gerne bestätigt.
