Zu guter Letzt: Wie zwischen Herd und Backofen parliert wird

Jeder, der jemals der Küche eines stark frequentierten Restaurants einen Besuch abgestattet hat, weiss, dass sich die dortige Atmosphäre in keinster Weise mit dem Essbereich deckt. Wohl mehr noch als auf einer Baustelle oder in einer Fussballkabine, wird dort in deutlichster Sprache kommuniziert. Der britische TV-Koch Gordon Ramsay beweist derzeit, dass sich das dort antrainierte Vokabular nur sehr schwer wieder ablegen lässt.

Jeder, der jemals der Küche eines stark frequentierten Restaurants einen Besuch abgestattet hat, weiss, dass sich die dortige Atmosphäre in keinster Weise mit dem Essbereich deckt. Wohl mehr noch als auf einer Baustelle oder in einer Fussballkabine, wird dort in deutlichster Sprache kommuniziert – übrigens ganz unabhängig vom Preisniveau des Etablissements. Der britische Starkoch Gordon Ramsay beweist derzeit, dass sich das dort antrainierte Vokabular nur sehr schwer wieder ablegen lässt: Mit seiner Sendung «In Teufels Küche» hat er nun nämlich den Zorn der Medienregulierungsbehörde Ofcom auf sich gezogen. Wie der Guardian berichtet, haben es Ramsay und seine Mitstreiter geschafft, in den ersten 40 Minuten der Sendung 115 Mal das F-Wort und verschiedene Variationen davon zu gebrauchen. «Obwohl das Fluchen mittlerweile zu einer Art Markenzeichen des Ramsay-Stils geworden ist, stellt das schiere Ausmass der Verfehlung im aktuell vorliegenden Fall eine klare Verletzung der gegenwärtigen Rundfunkbestimmungen dar», heisst es in einem entsprechenden Statement. Die Regulierungsbehörde hat vor allem die Häufigkeit der registrierten Schimpfwörter erstaunt. In puncto Frequenz und Härte der gebrauchten Sprache habe die am 30. Januar ausgestrahlte Sendungen vorherige Ausgaben deutlich in den Schatten gestellt, kritisiert die Ofcom. Sogar die Fans des beliebten TV-Kochs, die mittlerweile anscheinend schon einiges gewöhnt sind, seien vom Ausmass des Fluchens überrascht gewesen. Wenigstens kann man Ramsay nicht den Vorwurf machen, seine Sendung sei nicht authentisch. Übrigens: Ramsay war früher Profifussballer.

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