Zu guter Letzt: Wie, noch nie von Migipedia gehört?
Migipedia? Etwa ein neues Angebot von Wikipedia? Nicht ganz. Bei dem Wortmix aus Migros und Wikipedia handelt es sich um die neuste Netzoffensive der Migros. Lanciert der Detailhändler etwa eine neue Onlineenzyklopädie?
Mit einer gewöhnlichen Enzyklopädie, einem Onlinenachschlagewerk wie Wikipedia, hat das Ganze wenig zu tun. Einzige Gemeinsamkeit: Die Inhalte beider Websiten werden von Nutzern erstellt. Uneigennützig ist die neue Plattform der Migros jedenfalls nicht. Auf Migipedia sollen Kunden künftig alle 40‘000 Produkte des Grossverteilers bewerten. Dadurch will der orange Riese ein besseres Gespür für Kundenwünsche entwickeln, wie der Blick am Abend weiss. Bleibt abzuwarten, ob sich die Seite als «zuverlässiger Einkaufsberater» etablieren kann, oder ob den Besucher vor allem Produktempfehlungen und euphorische Kommentare von Migros-Fans erwarten. Es werde keine Zensur geben, versichert die Migros. Bislang steckt das Ganze noch in einer Testphase. Verläuft alles planmässig, soll das Portal noch dieses Jahr für alle Kunden geöffnet werden.
