Zu guter Letzt: Werbeverbot gegen Volksaufstand

IIn Kambodscha wurden gestern Sonntag Kommunalwahlen durchgeführt. Weil SMS-Werbung nicht nur bis in letzter Minute, sondern auch bis nach der Wahl in dem asiatischen Land weit verbreitet ist, wurden gleich übers ganze Wochenende alle SMS-Dienste abgeschaltet.

 In Kambodscha wurden gestern Sonntag Kommunalwahlen durchgeführt. Weil SMS-Werbung nicht nur bis in letzter Minute, sondern auch bis nach der Wahl in dem asiatischen Land weit verbreitet ist, wurden gleich übers ganze Wochenende alle SMS-Dienste abgeschaltet.  
Mit dem Stopp sollen die bisher weitgehend ruhig gebliebenen Gemüter geschont werden. In Kambodscha sind nämlich kühle Köpfe gerade bei Wahlkampagnen keine Selbstverständlichkeit: Bei den Parlamentswahlen in den Jahren 1998 und 2003 und den Kommunalwahlen 2002 waren nach Angaben der SDA in den Monaten vor und nach den Abstimmungen hunderte Menschen getötet worden. Auch jetzt befürchten die Behörden Unruhen. Man stelle sich vor, was so ein Werbe-SMS in dieser aufgeheizten Atmosphäre anrichten kann. Nicht auszudenken, wenn einer, der gerade über eine Wahlschlappe seiner Partei gefrustet ist, noch mit aufdringlicher Werbung der Siegreichen belästigt wird. Nachdem eh schon alles gelaufen ist.

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