Zu guter Letzt: Wer es sich mit dem Literaturpapst verscherzt…
Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki bleibt seiner Linie – dem Kritisieren – treu, bricht aber mit der jahrzehntelangen Tradition – seiner Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Suhrkamp Verlag. Er fühle sich vom Verlag «schlecht behandelt».
Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki bleibt seiner Linie – dem Kritisieren – treu, bricht aber mit der jahrzehntelangen Tradition – seiner Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Suhrkamp Verlag. Er fühle sich vom Verlag «schlecht behandelt», denn er habe die Verlegerin, Ulla Unseld-Berkéwicz gebeten, sein Buch «Mein Schiller» freizugeben. Dieses habe sich aber auf den Vertrag berufen und sich geweigert. Mit dieser zu tun zu haben, sei «eine Qual», liess Reich-Ranicki auf Weltonline verkünden. Seine neue Serie über grosse Autoren werde deshalb bei Hoffmann und Campe Hamburg erscheinen.
Der Suhrkamp Verlag hat es sich also mit dem Literaturpapst verscherzt, dabei hätte dieser, unermüdlich wie er ist, noch einige Werke in Planung: «Mein Heine», «Mein Lessing», «Mein Kleist», «Meine Bücher», «Mein Kafka»… Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass sich Reich-Ranicki in Zukunft voll und ganz auf qualitativ hochstehende Literatur konzentrieren darf, und sich nicht mehr über irgendeinen «Blödsinn» grün und blau ärgern muss. Seine unerbittliche Mission, die Welt mit «vernünftigen, intelligenten Büchern und Zeitungen» zu versorgen, fordert eben seine Opfer und macht bestimmt nicht vor dem Suhrkamp Verlag halt.
Der Suhrkamp Verlag hat es sich also mit dem Literaturpapst verscherzt, dabei hätte dieser, unermüdlich wie er ist, noch einige Werke in Planung: «Mein Heine», «Mein Lessing», «Mein Kleist», «Meine Bücher», «Mein Kafka»… Es bleibt also nur noch zu hoffen, dass sich Reich-Ranicki in Zukunft voll und ganz auf qualitativ hochstehende Literatur konzentrieren darf, und sich nicht mehr über irgendeinen «Blödsinn» grün und blau ärgern muss. Seine unerbittliche Mission, die Welt mit «vernünftigen, intelligenten Büchern und Zeitungen» zu versorgen, fordert eben seine Opfer und macht bestimmt nicht vor dem Suhrkamp Verlag halt.
