Zu guter Letzt: Wenn verdächtige Katzen Wahlkampf machen
Mit einem interessanten Motiv macht die Grüne Partei Deutschlands derzeit in München Wahlkampf. Auf den Plakaten mit dem Wahlkampfthema «Handeln gegen Rechts statt wegsehen» unterstellten Plakaten ist ein niedliches weisses Kätzchen mit einigen schwarzen Fellflecken am Kopf zu sehen.
Mit einem interessanten Motiv macht die Grüne Partei Deutschlands derzeit in München Wahlkampf. Auf den Plakaten mit dem Wahlkampfthema «Handeln gegen Rechts statt wegsehen» unterstellten Plakaten ist ein niedliches weisses Kätzchen mit einigen schwarzen Fellflecken am Kopf zu sehen. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich das Büsi allerdings keineswegs als niedlich: Kleiner schwarzer Schnurrbart, akkurater Seitenscheitel – das Tier verfügt über die wichtigsten optischen Erkennungsmerkmale von Adolf Hitler. Darüber prangt der Werbespruch: «Nazis erkennt man nicht immer auf den ersten Blick.»Aufmerksamen Surfern dürften Fotos dieser Art längst bekannt sein. Auf Websites wie Catsthatlooklikehitler.com stehen hunderte davon zum allgemeinen Amüsement bereit. Ein Holländer soll sich eines Tages beim Anblick der Katze seines Nachbarn an jemanden erinnert gefühlt haben. Beim näheren Hinsehen erkannte er die frappante Ähnlichkeit des harmlosen Vierbeiners mit dem wohl schlimmsten Verbrecher in der Geschichte der Menschheit. Doch davon liess sich der Herr nicht beirren. Er schoss ein Bild von der Katze und gründete die Website, auf der sich mittlerweile Leute aus der ganzen Welt über die Qualität der verschiedensten Kitler-Bilder austauschen.
Nicht jeder findet allerdings Gefallen an den Bildern und an der Wahlkampagne der Grünen Partei. Wie Werben & Verkaufen berichtet, halten die politischen Gegner der Grünen das Motiv für «geschmacklos» und «verniedlichend». Die Kitler-Freunde kümmert das wenig. Sie stören sich nur daran, dass die Plakatkatze per Photoshop auf Kitler getrimmt wurde. So etwas ist unter echten Fans ein absolutes Tabu.
