Zu guter Letzt: Wenn der Quotenerfolg die Freiheit raubt
Am 7. Juni hätten sie eigentlich in die Freiheit entlassen werden sollen, die verbliebenen Kandidaten der auf RTL 2 ausgestrahlten zehnten «Big Brother»-Staffel.
Das Leben hätte endlich wieder seinen gewohnten Lauf nehmen können, vorbei wäre sie gewesen, die Zeit im Container mit 24-Stunden-Überwachung und Zickenalarm. Doch es kam alles anders: Wegen des Quotenerfolges hat RTL das Finale der Staffel kurzerhand 63 Tage nach vorne verschoben. Damit müssen die Kandidaten nun wohl oder übel ungefähr zwei Monate länger in der TV-WG hausen. Und dies nur, weil in dieser Staffel einfach alles zusammenpasst: Die Bewohner, ihre Geschichten und das diesjährige Konzept. Meint jedenfalls Endemol Deutschland-Geschäftsführer Marcus Wolter. Fakt ist jedoch, dass die aktuelle deutsche Staffel – weshalb auch immer – überdurchschnittlich viele Menschen vor den Fernseher lockt, während die Sendung in vielen anderen Ländern bereits vor kürzerer oder längerer Zeit abgesetzt worden ist. Pech für die Kandidaten der RTL-Sendung. Doch irgendwie hält sich das Mitleid in Grenzen. Da macht man ja schliesslich auch nicht mit.
