Zu guter Letzt: Walpen und die Wurst

Die Sonntagspresse, die ansonsten gerne über die SRG im Allgemeinen und das Schweizer Fernsehen im Besonderen herzieht, hielt sich dieses Wochenende auffällig bedeckt, was die neue SRG-Konzession angeht.

Die Sonntagspresse, die ansonsten gerne über die SRG im Allgemeinen und das Schweizer Fernsehen im Besonderen herzieht, hielt sich dieses Wochenende auffällig bedeckt, was die neue SRG-Konzession angeht. Im Mittellandblatt Sonntag immerhin nimmt sich mit Ex-Fernsehboss Peter Schellenberg eine prominente Stimme der Thematik an. Er beglückt uns mit der Einsicht, dass «der Berg SRG zum Zentralstaatsmassiv» geht und impliziert, die hiesigen Zustände würden andernorts Staatsfernsehen genannt. Die NZZ am Sonntag dagegen begnügt sich mit einem 15-zeiligen Kommentar, zieht dort aber ordentlich vom Leder: Die Salami-Taktik der SRG müsse gestoppt werden, heisst es. SRG-Chef Armin Walpen, den die Sonntagsausgabe der NZZ an anderer Stelle schon als «Spesenritter von der gebührenfinanzierten Gestalt» tituliert hatte, baue sein Unternehmen scheibchenweise aus. Und die mediale Öffentlichkeit reagiere darauf auch noch «wenig besorgt»! Seltsam bloss, dass sich die NZZ am Sonntag nicht selbst ein bisschen mehr Raum gelassen hat, um uns zu erklären, wie Walpens Wursttechnik denn genau funktioniert.

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