Zu guter Letzt: Verschärfter Wettbewerb beim Bauernkalender
Die Produktion des alljährlich herausgegebenen Bauernkalenders mit den leicht bekleideten Bauerntöchtern geht in seine heisse Phase. Bei näherem Hinschauen entdeckt man am erotischen Kalender auch eine politische Dimension.
Die Produktion des alljährlich herausgegebenen Bauernkalenders mit den leicht bekleideten Bauerntöchtern geht in seine heisse Phase. Nachdem soeben die Bewerbungsfrist abgelaufen ist, in der sich dieses Jahr 250 junge Frauen gemeldet haben, müssen sich die verbleibenden 40 am Freitag, 9. Mai einem weiteren Auswahlprozedere stellen. Die Jury mit den Nationalräten Alice Glauser und Marcel Scherer, dem Fotografen Alberto Venzago und Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal werden aus ihnen 13 für den Bauernkalender 2009 (Girl Edition) auswählen. Die Nummer 13 kommt aufs Titelblatt. Es ist dabei nicht etwa ein Unfall, dass sich zwei Nationalräte in der Jury befinden. Alt Bundesrat Joseph Deiss hatte dem Kalender bereits staatserhaltende Bedeutung zugemessen als er sagte, aufgestellte Bäuerinnen seien für die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts sehr wichtig. Der ansonsten zwiebacktrockene Deiss entpuppt sich hier möglicherweise als wahrer Zyniker, wenn man sich vor Augen hält, dass seit 1990 wegen Strukturanpassungen bereits jeder dritte Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz dicht gemacht hat, Tendenz anhaltend. Ein bisschen aufgestellt sollte man bei diesen Aussichten schon sein. Verschärfter Wettbewerb ist angesagt.
