Zu guter Letzt: Und wie ist Ihre Googlability?

Haben Sie auch schon nachgesehen, was herauskommt, wenn Sie Ihren Namen in die Suchmaschine Google eingeben? Diesen Internet-Leumund benennt man neuerdings mit Googlability. Kenner der Branche wissen: Die Markenpflege in eigener Sache tut gerade im Zeitalter des Web 2.0 Not.

Haben Sie auch schon nachgesehen, was herauskommt, wenn Sie Ihren Namen in die Suchmaschine Google eingeben? Diesen Internet-Leumund benennt man neuerdings mit Googlability. Kenner der Branche wissen: Die Markenpflege in eigener Sache tut Not, was eine rechte Ich-AG sein will, muss auch sein digitales Image pflegen. Sehr im Trend liegen derzeit Blogs, denn die gängige Meinung herrscht, dass solche zu einer positiven Googlability verhelfen. Andere Fachleute empfehlen, möglichst wenige persönliche Daten ins Netz zu stellen, ein dauerndes Selbst-Monitoring einzurichten und Kompromittierendes sofort löschen zu lassen. Verlinkungen hingegen halten sie für positiv, also sei an dieser Vermehrung aktiv zu arbeiten. Unter dem Titel «Karrierekiller Google» hat derzeit die Wirtschaftswoche die Diskussion neu entfacht, inwieweit der Drang zu Selbstdarstellung und Exhibitionismus besonders im Web 2.0 nachhaltig Jobchancen ruinieren kann. Das Argument: die Schattenseiten einer Vita, missglückte Projekte, Jugendsünden oder auch Verleumdungen sind im WWW für jeden einsehbar, der danach sucht. Personalberater würden regelmässig via Internet nach Schwachstellen in den Bewerbungen suchen. Und: Jeder dritte Bewerber fällt wegen dieser Web-Recherche durchs Raster. Ob allerdings Rufschädigung die Ursache der Missfallen auslösenden Besinnungsaufsätze zu Hochprozentigem oder anderem in diversen Online-Gästebüchern war, prüft kein Personalberater nach. Und ein Patentrezept gegen Feinde, die im Netz zu Googlability-Mörder werden, gibt es auch nicht. Wie vieles am Web 2.0 ist auch die Googlability nicht fälschungssicher. Wer’s nicht glaubt, der google mal nach Reiner Fakeman. Für diesen wurden bei diversen Web 2.0-Diensten und auch sonst im Internet Profile angelegt. Auch ein Blog ist dabei, ein Wunschzettel bei Amazon oder ein Myspace-Account. Würden Sie Reiner Fakeman einstellen? Er hat sich als Streber geoutet, geht gerne fremd und wurde betrunken auf einer Party gesehen.

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