Zu guter Letzt: Titanic und der Fanta-Papst

Das Satiremagazin Titanic wehrt sich gegen das Verbot des umstrittenen Papst-Covers der Juli-Ausgabe. Alles soll nur ein grosses gelbes Missverständnis gewesen sein.

Das deutsche Satiremagazin will die von Papst Benedikt XVI. erwirkte Einstweilige Verfügung nicht hinnehmen und hat vor dem Hamburger Landgericht Widerspruch eingelegt. Gegen das provokative Papst-Titelbild der Juli-Ausgabe gingen bisher über 160 Beschwerden beim Deutschen Presserat ein. Mehrheitlich von erbosten Privatleuten, jedoch auch von katholischen Organisationen. Titanic darf das Titelbild unter Androhung von bis zu 250'000 Euro Strafe nicht weiter verbreiten oder im Internet zeigen. Bereits an den Handel ausgelieferte Hefte müssen jedoch nicht zurückgerufen werden.

Unter dem Titel «Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!» zeigte Titanic den Papst in Anspielung auf den Vatileaks-Skandal mit gelbem Fleck auf der Soutane. Auf der Rückseite des Heftes der Papst mit braunem Fleck – «Noch eine undichte Stelle gefunden!»

Chefredakteur Fischer erklärte in der Zwischenzeit auf Titanic-magazin.de, das Ganze müsse sich um ein Missverständnis handeln. Das Titelbild zeige den feiernden Papst, der sich nach Aufklärung der Vatileaks-Affäre ein Glas Limonade übers Gewand geschüttet habe. «Es ist allgemein bekannt, dass der Papst ein grosser Freund des Erfrischungsgetränks Fanta ist.», so Fischer in einer Mitteilung. Das dazu auf der Website des Magazins veröffentlichte Bild untermauerte diese Theorie:

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