Zu guter Letzt: Teures Abschiedsgeschenk für Ex-Chef Walpen

Armin Walpen hat in seinem Abschlussjahr als SRG-Generaldirektor 621‘000 Franken kassiert und somit seinen Lohn im Vergleich zum Vorjahr um 45‘000 Franken gesteigert.

Interessanterweise hat die SRG noch im April 2010 von Sparmassnahmen gesprochen.
Die SRG-Führung erklärte an einer Pressekonferenz am 27. April das Jahr 2010 noch zum Krisenjahr. Die düstere finanzielle Zukunft des öffentlichen Rundfunkunternehmens zwinge zum Sparen, warnten Walpen und VR-Präsident Jean-Bernard Münch damals. Dennoch erhielt der Generaldirektor eine beachtliche Lohnerhöhung, welche zum grössten Teil auf die Nebenleistungen zu beziehen ist. So erhielt er von der SRG eine Sondervergünstigung auf seinen Dienstwagen von rund 35‘000 Franken. Dies ist aus dem SRG-Geschäftsbericht 2010 ersichtlich, welcher nächste Woche publiziert wird und der Sonntagszeitung vorliegt.
Seit dem Jahr 2005 kommen sämtliche SRG-Direktoren in den Genuss eines solchen Rabattes beim Kauf des Dienstfahrzeuges, wie eine Regelung besagt. Diese Reglemente würden seinen Sonderrabatt völlig legitimieren, verteidigt sich Armin Walpen gegenüber der Sonntagszeitung. Beschlossen wurden diese Regeln vom Verwaltungsrat. Nun solle die Rabattregel jedoch abgeschafft werden. Was für Walpens Nachfolger, Roger de Weck, nicht nur bedeutet, für sein Dienstauto tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Denn auch sein Lohn ist tiefer, wie die Sonntagszeitung laut gut unterrichteten Quellen zu schreiben weiss. Doch der Grund hierfür sind keine «Krisenjahre» oder sonstige Spargründe, sondern schlicht sein jüngeres Alter und die geringere Erfahrung.
 

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