Zu guter Letzt: Social Schnitzeljagd
Ein reicher Mann versteckt in San Francisco Geld und gibt via Twitter Hinweise, wo es zu finden ist. Die Follower sind begeistert.
«I am determined to give away some of the money I make, and in addition to charity, to do it in fun, creative ways like this.»
Der Millionär versteckt in und um San Francisco 100- und 20-Dollar-Scheine. Danach gibt er seinen Followern mehr oder weniger schwierige Hinweise, wo das Geld zu finden ist. Meist handelt es sich um ein Foto einer Stelle – wer weiss, wo sie sich befindet und als erstes da ist, erhält das Geld. Der glückliche Finder ist aufgefordert, ein Foto von sich und dem Geld zu twittern.

Ob wirklich nur ein gönnerhafter Millionär hinter der Aktion steckt, steht in den Sternen. Der unbekannte Twitterer gibt an, keine wirtschaftlichen Ziele zu verfolgen und nur aus Nächstenliebe und Spass zu handeln. Ginge die monetäre Schnitzeljagd auf eine einfallsreiche Agentur-Idee zurück, dann müsste man den Hut ziehen. Denn für soviel globale Aufmerksamkeit und Social-Media-Begeisterung bezahlt man im Normalfall mehr, als ein paar tausend Franken aus der Portokasse. Böse Zungen könnten auch anmerken, es sei geschmackslos, das «einfache Fussvolk» zur eigenen Belustigung für ein paar Dollar durch die Weltgeschichte zu hetzen. Oder aber man gesteht sich ein: Unter dem Strich haben alle Beteiligten Spass an der Sache und manch ein Vermögender hat sein Geld sicherlich schon auf dümmere Arten aus dem Fenster geworfen. (hae)

