Zu guter Letzt: SMS am Steuer, ungeheuer
Eine neue Studie zeigt: Einfachste Aufklärungskampagnen reichen aus, um Autofahrer vom Handy fernzuhalten. Ein paar Beispiele.
Zu besagtem Ergebnis kommt eine Studie der Universität von Arizona, die am Dienstag beim Jahreskongress der US-amerikanischen chirurgischen Fachgesellschaft «American College of Surgeons» vorgestellt wurde. Forscher zählten erst eine Woche lang, wie viele Angestellte den Parkplatz abgelenkt verliessen. Danach wurden die Testpersonen über die Gefahren aufgeklärt: Die Gefahren eines Handys am Steuer enspricht einem Alkoholpegel von 0,8 Promille, ein SMS kostet fünf Sekunden Aufmersamkeit. Gleichzeitig wurden in der Cafeteria Aufklärungsplakate aufgehängt. Als die Forscher das Fahrverhalten ein halbes Jahr später wieder beobachteten, war die Anzahl der abgelenkten Fahrern um 50 Prozent tiefer.
Wer Auto fährt weiss: Speziell das Tippen von Textmitteilungen ist fatal, da für eine kurze Zeit die komplette Aufmerksamkeit aus dem Strassenverkehr abgezogen wird. Erstaunlicherweise sieht man trotzdem immer noch ab und zu Lenker, denen diese Gefahr scheinbar unbewusst ist. Oder egal. Wie die Studie oben zeigt, reicht in vielen Fällen bereits einfachste Sensiblisierung und Aufklärung. Die Agenturen dieser Welt versuchen das seit Jahren. Mal kreativ, mal weniger. Jedenfalls bildet «Don't text and drive» schon beinahe eine eigene Werbe-Kategorie, so zahlreich werden die Kampagnen lanciert und verbreitet. Zur Feier des Themas in der Folge 35 Beispiele – bessere und schlechtere. Aber laut Studie reichten ja selbst die schlechteren, um den gewünschten Effekt zu erzielen. (hae)


























