Zu guter Letzt: Sevice-public oder doch lieber eine Werbekampagne?

Wäre es Aufgabe der SRG, über Ereignisse wie die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zu berichten?

Erkundigt hierüber hatte sich der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Er wollte wissen, ob es wirklich eine staatliche Werbekampagne für Tunneleröffnungen brauche und wie viele Steuergelder dafür ausgegeben würden. Weiter wollte er wissen, ob es nicht Aufgabe der SRG wäre, im Rahmen des Service public über solche Ereignisse zu berichten.

Wie Verkehrsministerin Doris Leuthard auf diese Frage hin erklärte, wird die Werbekampagne «Durch und durch die Schweiz» vollumfänglich von den Hauptsponsoren und weiteren Partnern getragen. Die Hauptsponsoren seien ABB, Coop, Crédit Suiss, Mondaine und Stadler Rail. Steuergelder fliessen laut Leuthard lediglich für die Eröffnungsfeier. Über diese werde auch die SRG ausführlich berichten und die Bilder anderen kostenlos zur Verfügung stellen.

Im Rahmen der aufbrandenden Diskussionen rund um den Service-public kommt die Frage von Gregor Rutz nicht unerwartet. Auch die Antwort der Medienministerin macht durchaus Sinn. Doch mit der Frage der privaten Radio- und Fernsehstationen im Rücken: «wie viel SRG brauchen wir?», macht die Informationsverteilung auf Werbekampagne und Service public ein wenig stutzig: Es gibt eine Werbekampagne mit Informationen zur Tunneleröffnung, welche die Hauptsponsoren tragen. Die SRG berichtet dann über die Feier. (uma/SDA)
 

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