Zu guter Letzt: Selfie Glöggli

Selfie hier, Selfie da – die Welt fotografiert sich zur Zeit am liebsten selbst. Eine Kampagne tut so, als wäre das schon immer so gewesen.

Die Generation Social Media hat eine grosse Stärke: Das Selbstportrait. In früheren Zeiten mühten sich berühmte Maler tagelang damit ab, sich vor dem Spiegel abzupinseln – um am Schluss konsterniert die Unerkenntlichkeit festzustellen. Heute geht das unkomplizierter: Im Sekundentakt erblicken tausende Selfies das Licht der Welt, werden über alle möglichen sozialen Kanäle geteilt, bewertet, kommentiert und vergessen. Junge Frauen etablierten auf diesem Weg das sogenannte Duckface als globales No-Go: Der Enten-Kussmund, fotografiert mit dem Smartphone von der vorteilhaften halb-oben-Position (Augen gross, Kinn klein). Manch eine junge Frau zieht sich dabei aus und wurde kürzlich von der Pro Juventute über mögliche Nebenwirkungen und Nachwehen aufgeklärt (Werbewoche.ch berichtete).

Lowe South Africa hat dieses Phänomen zum Anlass genommen, für die Zeitung Cape Times Klassiker der Pressebild-Geschichte in Selbstportraits zu verwandeln. Der Claim: «You can't get any closer to the News». Das erinnert beinahe ein wenig an eine frühere Wirz-Kampagne für die Schweizer Illustrierte («Näher dran an den Stars»). (hae)

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