Zu guter Letzt: Seien sexy, sofort!
Der US-Amerikaner Bruce Darnell ist Laufsteg-Trainer bei Heidi Klums Castingshow Germany’s Next Topmodel, deren zweite Staffel soeben auf Pro Sieben gestartet ist. Bruce brüllt die Mädchenschar gerne an: «Sexy, sexy, sexyyyyyyy. Sie mussen jetzt für mich die Arsch bewegen.» Doch das misslingt.
Der US-Amerikaner Bruce Darnell ist Laufsteg-Trainer bei Heidi Klums Castingshow Germany’s Next Topmodel, deren zweite Staffel soeben auf Pro Sieben gestartet ist. Bruce brüllt die Mädchenschar gerne an: «Sexy, sexy, sexyyyyyyy. Sie mussen jetzt für mich die Arsch bewegen.» Doch das misslingt. Vor 70.000 Zuschauern staksten am vergangenen Donnerstag die Kandidatinnen über die Mittellinie des Dortmunder Fussballstadions. Währenddessen beschwört Bruce die Girls mit Verzweiflung in der Stimme: «Sexy, sexy, yeah, come on.» Aber nichts war sexy beim Auftakt der neuen Staffel der Modelshow. Einem Kommentatoren der Süddeutschen etwa vergingen die sexy Gedanken schon als Heidi Klum die Begrüssung quiekt, als ob sie in ihrer Freizeit heimlich die Mainzelmännchen synchronisiere. Nicht sexy, aber auch zum Quieken ist Bruce, wenn er den Möchtegernmodels betont tuntig vormacht, wie man über den Catwalk defiliert. Der Mann weiss, wie man Charme und grenzenlose Naivität gekonnt paart. Seine Sätze sind grosse Werke der deutsch-amerikanischen Wortgemeinschaft. «Das ist keine Urlaub, das ist eine Competition», herrscht er seine Schützlinge an, nicht immer zu deren Begeisterung. Als eine Kandidatin von der Jury zurückkehrt, wird sie von einer Mitbewerberin gefragt: «Und, wie war’s?» Die Antwort hätte klarer nicht sein können: «Es war Kacke.» Gottlob hat Bruce das nicht gehört. Er hätte das kaum sexy gefunden.
