Zu guter Letzt: Schlechte Regierung, besser übertragen
Gemäss Bundeskanzlei können die Medienkonferenzen des Bundesrates im Internet dank neuer Technologie künftig mit besseren Bildern und einer einfacheren Bedienung mitverfolgt werden. Ein grosser Trost, das Debakel der vergangenen Monate wenigstens in besseren Bildern geniessen zu dürfen.
Die von der Bundeskanzlei angekündigte Neuerung kommt zur rechten Zeit: Die Medienkonferenzen des Bundesrates können im Internet dank neuer Technologie künftig mit besseren Bildern und einer einfacheren Bedienung mitverfolgt werden. Als Citoyen darf man nun also mit besseren Bildern das geniessen, was die Exekutive des Landes seinen Bürgern seit der Nothilfe für die UBS vorführt: Regierung mit Notrecht, also regieren mit ungesetzlichen Mitteln, verschlampen von Aufsichtspflichten, Entscheidungsunfähigkeit (oder schlaumeierische Zurückhaltung) und andauernde Missachtung des Kollegialitätsprinzips.
Doch liest man die Mitteilung der Bundeskanzlei weiter, erhält sie geradezu avantgardistische Züge. Die Auftritte des Bundesrats, so versichert die Bundeskanzlei, könnten künftig ohne stockende Bilder und anhand von gestochen scharfen Aufnahmen beobachtet werden. Dabei soll es keine Rolle spielen, wieviele Personen eine Übertragung anschauen. – Wenn das keine präzise Zustandsbeschreibung ist, schaut doch das ganze Land zu und eine Korrektur ist nicht in Sicht. Doch die Bundeskanzlei fährt weiter: Schon kurz nach dem Ende der Medienkonferenz befindet sich die Aufnahme im via Web zugänglichen Archiv. – Dort, so ist zu vermuten, landet auch in Kürze die gegenwärtige Diskussion über die Landesregierung. – Aber immerhin, das Ganze kann jetzt mit besseren Bildern mitverfolgt werden.
» www.tv.admin.ch
(Quelle:SDA)
Doch liest man die Mitteilung der Bundeskanzlei weiter, erhält sie geradezu avantgardistische Züge. Die Auftritte des Bundesrats, so versichert die Bundeskanzlei, könnten künftig ohne stockende Bilder und anhand von gestochen scharfen Aufnahmen beobachtet werden. Dabei soll es keine Rolle spielen, wieviele Personen eine Übertragung anschauen. – Wenn das keine präzise Zustandsbeschreibung ist, schaut doch das ganze Land zu und eine Korrektur ist nicht in Sicht. Doch die Bundeskanzlei fährt weiter: Schon kurz nach dem Ende der Medienkonferenz befindet sich die Aufnahme im via Web zugänglichen Archiv. – Dort, so ist zu vermuten, landet auch in Kürze die gegenwärtige Diskussion über die Landesregierung. – Aber immerhin, das Ganze kann jetzt mit besseren Bildern mitverfolgt werden.
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