Zu guter Letzt: Pünktlichkeit muss sein
Nachdem die Zuschauer von «Schlag den Raab» am Samstagabend bereits ganze fünf Stunden Sitzleder bewiesen hatten, um zu sehen, ob Raab von seinem Gegner besiegt würde, brach die Sendung mitten in einer Frage ab.
Nachdem die Zuschauer von «Schlag den Raab» am Samstagabend bereits ganze fünf Stunden Sitzleder bewiesen hatten, um zu sehen, ob Raab von seinem Gegner besiegt würde, brach die Sendung mitten in einer Frage ab. Man stelle sich das vor: Es ist lange nach Mitternacht, seit Stunden hatten die Zuschauer vor der Flimmerkiste schon ausgeharrt und Kenner der Sendung kamen einhellig zum Schluss, es sei eine der spannendsten gewesen – ever. Doch kurz vor dem Finale erfolgte der Coitus Interruptus: Mitten in einer Frage brach die Show ab, stattdessen bekamen die Zuschauer die Vorschau auf «Ball & Chain», einer Action-Komödie von 2002, zu sehen. Ob Kandidat Peter den TV-Moderator bezwingen konnte, erfuhren die Schweizer TV-Zuschauer nicht mehr, während in Deutschland die Sendung ganz normal zu Ende lief. Um das Ende geprellt wurden die Schweizer aufgrund der sprichwörtlichen Schweizer Pünktlichkeit: 90 Minuten war Raab schon in Verzug, was durchaus beträchtlich ist und den Programmgestaltern von Pro Sieben Schweiz eindeutig zu bunt. Was zuviel ist, ist zu viel. Und so konnten die Schweizer Zuseher nicht mitverfolgen, wie Herausforderer Peter eine Million Euro einstrich. Ihrem Ärger direkt Luft machen, konnten sie ebenso wenig, bei Pro Sieben Schweiz meldete sich nur der Telefonbeantworter. Das immerhin, ist aus der Sicht der Pro Sieben Schweiz-Verantwortlichen verständlich.
