Zu guter Letzt: Piraten verschlafen Protest

In den USA protestieren Google, Wikipedia & Co. gegen die zwei umstrittene Anti-Piraterie-Gesetzesentwürfe «Sopa» und «Pipa», in Deutschland hat sich unter anderem die Piratenpartei angeschlossen. Nur blöd, dass sie ihren eigenen Protest verpennt haben.

Google zensiert in den USA sein Logo mit einem schwarzen Balken, Wikipedia geht gleich ganz offline, und auch die Seite von WordPress ist schwarz. Sie alle erheben sich gegen die geplanten Anti-Piraterie-Gesetze Stop Online Piracy Act (Sopa) im Repräsentantenhaus und den Protect IP Act (Pipa) im Senat. In Deutschland hat sich unter anderem die Piratenpartei dem Protest angeschlossen. So kündigte sie auf ihrer Website gross an: «Die Piratenpartei Deutschland nimmt am Mittwoch, den 18. Januar, ihre Webseiten für 24 Stunden aus dem Netz». Doch die Seite funktionierte den ganzen Vormittag, wie Sueddeutsche.de mit einem Screenshot beweist. Und wie es heutzutage so läuft, verbreitete sich die Panne wie der Blitz auf Twitter & Co. – und natürlich wurde die Partei nicht vor hämischen Kommentaren verschont. «Also, wenn ich meine Augen gaaaaaanz fest schliesse ist auch die #Piraten Webseite schwarz», hiess es beispielsweise. Oder «Die Admins der Piratenpartei stehen erst um 12 auf». Gegen halb zwölf war es dann doch soweit: Auch die Seite der Piratenpartei ward schwarz – «Admin aufgewacht und Site eingeschlafen», hiess es nun auf Twitter. Ende gut, alles gut – lieber spät als nie protestiert.
 

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