Zu guter Letzt: Oscars harte Hand

Die Veranstalterin der Oscar-Filmpreisverleihung, Kennern als die Academy bekannt, hat ihren langen Arm bewiesen: Sie verbot dem Schweizer Weinmagazin Vinum, im kommenden Oktober beim Grossen Preis des Schweizer Weins 2007 dem Gewinner einen Oscar zu verleihen.

 Die Veranstalterin der Oscar-Filmpreisverleihung, Kennern als die Academy bekannt, hat ihren langen Arm bewiesen: Sie verbot dem Schweizer Weinmagazin Vinum, im kommenden Oktober beim Grossen Preis des Schweizer Weins 2007 dem Gewinner einen Oscar zu verleihen. Eine entsprechende Ausschreibung in der Juni-Ausgabe des Weinhefts war einer Schweizer Vertretung der Academy ins Argusauge gestochen. Laut der Westschweizer Tageszeitung La Liberté haben die Oscar-Organisatoren der Zeitschrift daraufhin untersagt, den Gewinnerwein des diesjährigen Grossen Preises mit einem Oscar auszuzeichnen. Da nun der Name des kleinen goldenen Mannes nicht zur Verfügung steht, sind die Vinum-Macher auf der Suche nach einem neuen Namen.
Die Anwälte der Academy haben zudem gedroht, die nächste Ausgabe der Zeitschrift mit einer Auflage von 100’000 Exemplaren gerichtlich vernichten zu lassen. Vor der Einstampfung ihres neusten Werkes kann sich Vinum-Redaktion nur retten, indem sie sich für die Verwendung des Namens Oscar entschuldigt. Nach Rücksprache mit den eigenen Anwälten entschied sich das Magazin, eine Entschuldigung zu publizieren. Und wird sicher davon absehen, je wieder die fünf Buchstaben O-s-c-a-r in dieser Reihenfolge im eigenen Blatt zu verwenden.

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