Zu guter Letzt: Nouvelle Revue Française wird 100

Die Nouvelle Revue wird 100 Jahre alt. Die legendäre Literaturzeitschrift brachte Autoren wie Baudelaire und Proust heraus, hat aber ihre Blütezeit schon lange hinter sich.

Am 1. Februar 1909 wurde sie zum ersten Mal herausgegeben und entwickelte sich sukzessive zum Leuchtturm des französischen Literatentums. Die Rede ist von der nrf, der Nouvelle Revue Française. Durch ihre schicksalshafte Verbindung mit dem Verlagshaus Gallimard war sie in ihrer ersten Zeit mitverantwortlich für den Verlag von Autoren wie Mallarmé, Baudelaire oder Proust. Das war die Geburtsstunde der «Editions de la Nouvelle Revue».
Ihre Blütezeit erlebte die nrf in der Zwischenkriegszeit, als sie zum führenden intellektuellen wie literarischen Organ Frankreichs aufstieg. In dieser Zeit liess sie Autoren wie Breton, Kafka, Musil, Cocteau oder Aragon zu Wort kommen. Nach dem 2. Weltkrieg fand sie nicht mehr zur einstigen Grösse zurück. Mittlerweile gleiche sie, so die Süddeutsche, immer mehr einem Denkmal. Die Auflage ist auf rund 1000 Exemplare gesunken. Zum 100. erscheinen nun mehrere Retrospektiven. Joyeux anniversaire!

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