Zu guter Letzt: Nicht mal der Juli bleibt vom Weihnachtswahn verschont
Dieser Tage dürfte der eine oder andere Passant beim Eintreten in die Berner Bahnhofladenpassage fast der Schlag getroffen haben. Draussen glühende Hitze, drinnen glitzern Sternchen und Weihnachtskugeln um die Wette.
Dieser Tage dürfte der eine oder andere Passant fast der Schlag getroffen haben, als er – gezeichnet von der sommerlichen Hitze – in die Berner Bahnhofladenpassage kam. Überall glitzernde Schneekristalle mit Lametta, Sternchen und Weihnachtskugeln. Was ist denn da passiert? Halluzinationen, Hitzeschlag? Oder etwa ein Werbegag, eine Guerilla-Aktion? Nein, für einmal kann der Schwarze Peter nicht den Werbern zugeschoben werden. Für das Jahreszeiten-Intermezzo ist die Immobilienverwaltung der Stadt Bern verantwortlich. Denn diese wollte mit der Bemusterung – mitten im Juli – die Dekoration für die kommende Weihnachtszeit in «natürlicher Umgebung» testen. Wie die SDA mitteilte, soll das Gehänge aber bereits am Mittwoch wieder verschwunden sein. Schade, sind wir es doch gewohnt, dass der Weihnachts-Dekorationswahn Jahr um Jahr früher beginnt – man braucht schliesslich auch Monate Zeit, um sich mental auf das Fest der Liebe vorzubereiten. Fehlen nur noch die ach so wunderbaren Weihnachtslieder.
