Zu guter Letzt: Neues von der PR-Arbeit des Pentagon

Am vergangenen Wochenende hat AP-Chef Tom Curley einen Stab für die Pressefreiheit gebrochen und die Propaganda-Praktiken des Pentagon und des US-Militärs verurteilt, insbesondere in der Bush-Ära. Jährlich würden allein vom Pentagon fast 5 Milliarden Dollar für Staatspropaganda ausgegeben, so Curley.

Tom Curley, Präsident der amerikanischen Presseagentur Associated Press, übte am vergangenen Freitag in Kansas heftige Kritik an den Praktiken des US-Militärs und des Pentagons gegen Journalisten. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sei ihre Arbeit behindert und bedrängt worden; so seien der Zugang zu Kriegsschauplätzen eingeschränkt und AP-Journalisten grundlos drangsaliert und eingesperrt worden. Ihm sei zudem von Militärs gedroht worden, dass die AP und er ruiniert würden, wenn sie weiter an ihren journalistischen Prinzipien festhielten.
Weiter sagte Curley, für den «Informationskrieg» zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung über Kriege und Aussenpolitik der USA gebe alleine das Pentagon jährlich mehr als 4,8 Milliarden Dollar aus. Mehr als 27’000 Personen arbeiteten in PR- und Medienaktivitäten, um von den USA und den Kriegen in Afghanistan und Irak ein gutes Bild zu zeichnen. Er verglich die Situation mit jener des Vietnamkriegs, wo eine ähnliche Propaganda- und Einschüchterungsmaschinerie aufgebaut worden war. «Wir brauchen Journalisten», sagte Curley deshalb kämpferisch, «die für die Verteidigung der Rede- und Meinungsfreiheit bereit sind, ins Gefängnis zu gehen.»
» Rede Curleys an der Universität Kansas

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