Zu guter Letzt: Neue Schuhe für Frankreichs Wunderfüsse
Die öffentliche Adelung eines Athleten erfolgt nicht durch die Verleihung von Pokalen oder Titeln: Ein Sportler darf sich erst Star nennen, wenn er seinen eigenen Schuh geschustert bekommt.
Die öffentliche Adelung eines Athleten erfolgt nicht durch die Verleihung von Pokalen oder Titeln: Ein Sportler darf sich erst Star nennen, wenn er seinen eigenen Schuh geschustert bekommt. Und sind solche Stars dann erst einmal erkoren und schuhtechnisch bestückt, kennt auch das Werbebudget ihres Ausstatters oft keine Grenzen mehr. Man erinnere sich da an Basketballstars wie Michael Jordan oder Charles Barkley, deren Nike-Schuhe mit aufwendigen Spots beworben wurden. Ersterer profitiert noch heute davon, Jahre nach seinem Rücktritt als aktiver Ballwerfer. Noch immer legen Tausende von Menschen mehrere hundert Franken auf den Tisch, um sich wenigstens einen Hauch der Sportlichkeit von «His Airness» an die Füsse schnallen zu können. Derzeit macht Konkurrent Puma von sich reden. Für die neuen Finken der französischen Fussballstars Franck Ribéry (FC Bayern München) und Nicolas Anelka (Chelsea) hat der Sportartikelhersteller zwei originelle Spots abdrehen lassen. Stürmer Anelka gerät dabei in die Gewalt einer als Domina tätigen Landsfrau. Ihre Bedingung: «Nur wenn Anelka in der Champions League gegen Bordeaux mit den neuen Schuhen spielen darf, wird er freigelassen.» Wir gehen mal schwer davon aus, dass Chelsea-Trainer Felipe Scolari auf diesen Deal eingeht.
