Zu guter Letzt: Nei, das isch doch ein Scheiss, oder?

Nicolas Sarkozy, Frankreichs Monarch auf Zeit, war am Dienstag das Opfer eines schlimmen Falls von Majestätsbeleidigung. Ein arbeitender Techniker hatte ihn offenbar nicht gegrüsst.

 
Nicolas Sarkozy, Frankreichs Monarch auf Zeit, war am Dienstag das Opfer eines schlimmen Falls von Majestätsbeleidigung. Wenige Minuten vor einem Interview im öffentlich-rechtlichen Fernsehen France 3 am Montagabend hat ihn ein arbeitender Tontechniker offenbar nicht gegrüsst. Sarkozy war indigniert und wies ihn zurecht. «Das ist eine Frage der Erziehung», giftelte er mit verbissenem, präsidentiellem Grinsen. «Wenn man eingeladen ist, könnten die Leute einem wenigstens Guten Tag sagen.» Nach einer Künstlerpause entwich ihm dann noch «Incroyable!», und «c’est grave, hein!». Natürlich ist die Szene auf Youtube bereits ein Renner. Vielleicht war die Attacke auf die Ehre des ersten Zappelphilipps im Lande tatsächlich gewollt, hatten doch Sarkozys Pläne zur Abschaffung der Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Radio heftige Proteste bei den dortigen Mitarbeitern ausgelöst. Sein Ausfall jedoch kann man eigentlich nur mit den Worten eines ebenso wichtigen Staatsmannes, dem vormaligen Bundespräsidenten Moritz Leuenberger, kommentieren: «Nei, das isch doch ein Scheiss, oder? Huere Scheiss!!! De hät kei Ahnig oder…! Verzapft irgenden Seich.»

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