Zu guter Letzt: Mobile Werbung auf Tauchgang

Werbung bei mobilen Internet- und TV-Diensten kommt bei den Konsumenten schlecht an. Speziell dann ab, wenn sie sich dadurch in irgendeiner Form in ihren Aktivitäten unterbrochen fühlen. Da hat die Werbewirtschaft wohl noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten.

 Werbung bei mobilen Internet- und TV-Diensten kommt bei den Konsumenten schlecht an. Wie eine aktuelle Studie der Agentur Universal McCann aufzeigt, lehnen 61 Prozent der Befragten Werbeschaltungen auf Webseiten, die für mobile Endgeräte konzipiert sind, strikt ab. Werbung werde seitens der Nutzer aber nur dann akzeptiert, wenn sie einen Vorteil mit sich bringe, also beispielsweise zusätzlichen Content enthalte, erklärt Tom Smith, Research Manager bei Universal McCann, gegenüber Pressetext. Coca-Cola ist eine solche Marketingaktion etwa mit dem Verschenken von Songs bei iTunes gelungen. Laut der aktuellen Studie, für die 9’500 Personen aus 21 verschiedenen Nationen befragt wurden, lehnen Verbraucher mobile Werbung speziell dann ab, wenn sie sich dadurch in irgendeiner Form in ihren Aktivitäten unterbrochen fühlen. Eine Unterbrechung sei zwar in den traditionellen Medien möglich und akzeptiert, nicht aber in diesem Bereich, wo die Nutzer so viele Möglichkeiten haben zu wählen, woher sie ihren Content beziehen, meint Smith.
Eine weitere nachdenklich stimmende Botschaft für alle, die an Mobile-Werbung als «The next big Thing» glauben, ergibt sich aus der aktuellen Kommtech-Studie von Publica Data: Nur sehr wenige der Befragten finden Handy-TV wichtig. Da muss die Wirtschaft die Nutzer also erst mal dazu bringen, Fernsehen auf dem Handy zu schauen – und ihnen dann auch noch die Werbung schmackhaft machen. Aber es soll hier nicht geunkt werden: Wer hätte schliesslich vor einigen Jahren geglaubt, dass er es mal unentbehrlich finden wird, auf einer Telefontastatur mühsam Nachrichten zu tippen und an seine Liebsten zu senden?

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