Zu guter Letzt: Mit Tipp-Ex gegen unzüchtige Websites

Neues aus der Walliser Schulpolitik. Für einmal geht es nicht um die Kruzifix-Problematik, sondern um ein Buch, das Schüler auf verruchte Websites führt. Die Antwort aus dem Wallis: Die Entdeckung der Links mittels Tipp-Ex verhindern.

Die im Lehrmittel «Schritte ins Leben» erwähnten Links «mittels Tipp-Ex oder anderer solider Klebematerialien» eliminieren, so lautet gemäss Blick der Auftrag von CVP-Staatsrat Claude Roch an die Walliser Sekundarlehrer. Ein Dorn im Auge sind ihm Angebote wie Feelok.ch, Tschau.ch, Lilli.ch oder Mysize.ch. Seiten, die Jugendliche punkto Sex aufklären – aber wohl weniger prüde, als sich dies Staatsrat Roch und die rechtsorientierte Bürgerinitiative IG Sorgfalt, die übrigens die Links aufgespürt hat wünschen.
Ironischerweise dürfte gerade der Versuch, die Links zu verheimlichen, die Schüler erst recht auf die Internetseiten aufmerksam machen. Kommt hinzu, dass das ganze Spektakel heutzutage vollkommen sinnlos ist. Interessieren sich die Jugendlichen wirklich für die Websites, dürfte ihnen der Sprung über Google zur Verlagswebsite oder zum Blickartikel gelingen, wo die Links verfügbar sind. Und noch wahrscheinlicher, womit die IG Sorgfalt aber vermutlich nicht gerechnet hat, dass sie über Google auf andere, noch viel «schlimmere», «themenverwandte» Websites stossen. Und da kann man halt mit Tipp-Ex auch nichts mehr ausrichten.

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