Zu guter Letzt: Megaposter – ab wann es gefährlich wird
Das Zürcher Parkhaus Welti-Furrer versprüht momentan ungewöhnlich viel Charme. Für kurze Zeit blinzeln von dem mit Megapostern eingepackten Parkhaus Unterwäschemodels der Modekette H&M herunter. Aber Halt, werden dadurch nicht unnötig Autounfälle riskiert? Verursacht durch Ablenkung? Man erinnere sich an das im März verbotene Riesenposter von Tally Weijl…
Die Frage ist berechtigt, es gibt gewisse Parallelen zwischen den Sujets der beiden Modelabels. Sogar der Laie erkennt, es handelt sich beide Male um leichtbekleidet posierende Models. Nun kommt aber der feine Unterschied: Beim Riesenplakat der Modekette Tally Weijl, das im Frühling für drei Wochen an einem Baugerüst beim Zürcher Bahnhofplatz hängen sollte, war nicht die lasziv dreinblickende Frau, sondern der Text das Problem! Nur aus diesem Grund sah sich die Dienstabteilung Verkehr gezwungen einzuschreiten. An solch «hochsensiblen» Stellen sind nämlich nur einfache Botschaften erlaubt. Das erwähnte Plakat hätte jedoch die Autofahrer mit ganzen ACHT Worten überfordert. Bei einem Grossplakaten können den Automobilisten allerhöchstens SIEBEN Worte zugemutet werden. Klar, dieses wesentliche Detail ist dem Laien bei all der nackten Haut entgangen. Glücklicherweise gibt es da Gremien, die Bescheid wissen!


