Zu guter Letzt: Markenbotschafter mit Glaubwürdigkeitsdefizit
Werbung mit berühmten Persönlichkeiten ist angesagt. Prominente Botschafter steigern die Aufmerksamkeit für die Werbung und können einer Marke Glanz verleihen. Der Einsatz von Stars ist aber kein Garant für Erfolg. Hauptproblem ist meist die Glaubwürdigkeit.
Dass Roger Federer, Markenbotschafter des Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli, sich ab und zu ein Stückchen Schokolade gönnt, nehmen wir ihm gerne ab. Ebenso denkbar, dass er zur Rasur die Produkte von Gillette verwendet. Doch nicht jeder Promi passt zu jeder Marke. Dies musste beispielsweise Seat feststellen. Der Autohersteller engagiert sich als Sponsor der Mister Schweiz Wahlen. Dafür kurvt der amtierende Mister Schweiz jeweils mit einem Seat durch die Gegend. Beim letztjährigen Titelträger André Reithebuch hat dies hervorragend geklappt. Ganze 50‘000 Kilometer legte er mit dem Fahrzeug zurück. Weniger Glück hat Seat aber mit dem amtierenden Jan Bühlmann, der – obwohl er dies nach seiner Wahl versprach – auch heute, nach vier Monaten, noch nicht fahren darf und lieber Zug fährt. Dieses Risiko will der Autohersteller nicht mehr eingehen. In Zukunft müssen sämtliche Endrundkandidaten bis zur Mister-Schweiz-Wahl den Führerausweis machen, wie Martina Bumbacher, PR-Managerin von Seat, gegenüber dem Sonntagsblick sagte. Vernünftig!
