Zu guter Letzt: Leben und werben in Südafrika
In Südafrika sterben jede Nacht fünf Fussgänger auf dem Weg von der Bar nach Hause. Wieder einmal hilft die Kreativbranche, Leben zu retten.
Die schlecht beleuchteten Townships Südafrikas sind nachts ein gefährliches Pflaster für Fussgänger. Sie werden von den Autofahrern übersehen und erfasst. Edward Snell, eine von Südafrikas grössten Wein- und Spitituosen-Handlungen, wollte nicht länger zusehen, wie sich die besten Kunden – abendliche Bar- und Restaurantbesucher – der unnötigen Gefahr aussetzen und beauftragte die Agentur Y&R mit der Lösungsfindung. Das Resultat: Der «Reflector Protector». Nützlich, simpel und mitten ins Herz der Zielgruppe getroffen. Bierdeckel laden beim geselligen Beisammensein ohnehin immer zur genauen Betrachtung ein.


Der besagte Südafrikanische hat eine Kehrseite, die Leben rettet. Der ablösbare Reflektor lässt sich auf die Kleidung kleben und verringert so das Unfallrisiko um 85 Prozent. Das Werbemittel landet genau dort, wo es gebraucht wird. Und ganz nebenbei wird noch das Image des Kunden auf Hochglanz poliert. Wenn am Schluss alle zufrieden (und am Leben…) sind, lässt sich sagen: Kampagne gelungen. (hae)
