Zu guter Letzt: «Kid Nation» sucks

In den USA nehmen TV-Zuschauer eine umstrittene Reality-Show namens «Kid Nation» überwiegend kritisch auf. In der Serie leben 40 Kinder zwischen 8 und 15 Jahre 40 Tage lang ohne Eltern und Lehrer in einer Geisterstadt im US-Bundesstaat New Mexico.

 In den USA nehmen TV-Zuschauer eine umstrittene Reality-Show namens «Kid Nation» überwiegend kritisch auf. In der Serie leben 40 Kinder zwischen 8 und 15 Jahre 40 Tage lang ohne Eltern und Lehrer in einer Geisterstadt im US-Bundesstaat New Mexico. Was eigentlich wie ein Kindertraum klingt – keine nörgelnden Mamis und Papis, keine Schule – ist für manche eher schwierig. «Ich glaube, ich sterbe hier, weil es überhaupt nichts gibt», klagte der achtjährige Jimmy in der ersten Folge. Die Kamera beobachtete ihn, wie er vor Heimweh weinend auf dem Boden lag. Schliesslich entschied Jimmy sich, aus dem Projekt auszusteigen. Die anderen Kinder stellten sich weiter der teils harten Arbeit – vom Brunnenbau bis zum Kloputzen. Im Vorfeld der Show hatten Kritiker dem produzierenden Sender CBS Ausbeutung von Kindern und Verstösse gegen den Jugendschutz vorgeworfen. Die TV-Kritiker nun sind aus anderen Gründen nicht begeistert: Die Sendung sei schlicht langweilig. «Die Show zu sehen, hat so viel Spass gemacht wie übermüdete Kinder zu betreuen, die zu viele Süssigkeiten gegessen haben», befand die Zeitung The Boston Globe nach dem Start am Mittwochabend. Die Show wirke wie eine von unsichtbaren Erwachsenen überwachte reale Welt, urteilte die New York Times. Die Kinder wären wohl im Pfadilager besser aufgehoben, als sie in einem Big-Brother-Format in der Wüste zu verheizen.

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