Zu guter Letzt: Karikaturenstreit reloaded

Neues aus der Serie «Empörung über Karikaturen von religiösen Leitfiguren»: Letzte Woche noch hat sich Malaysias Regierung über eine Jesus-Karikatur geärgert. Nun hat sich der Iran offiziell bei Schwedens Regierung über die mediale Darstellung des Propheten Mohammed als Hund beschwert.

 Neues aus der Serie «Empörung über Karikaturen von religiösen Leitfiguren»: Letzte Woche noch hat sich Malaysias Regierung über eine Jesus-Karikatur geärgert (siehe ). Nun hat sich der Iran offiziell bei Schwedens Regierung über die mediale Darstellung des Propheten Mohammed als Hund beschwert. Das beanstandete Bild des Zeichners Lars Vilk zeigt Mohammed als riesiges Hundedenkmal in der Mitte eines Kreisverkehrs. Die Regionalzeitung Nerikes Allehanda illustrierte damit einen Leitartikel über Meinungsfreiheit. Zwei geplante Ausstellungen mit Zeichnungen von Vilks waren zuvor unter Hinweis auf «Sicherheitsrisiken» abgesagt worden. Das schwedische Aussenministerium wollte den iranischen Protest nicht kommentieren.
Möglich immerhin, dass am Ende wieder die Schweiz zu den Verlierern der ganzen Geschichte gehört: Als im vergangenen Jahr Mohammed-Karikaturen, die in der dänischen Jyllands-Posten veröffentlicht worden waren, Proteste von Muslimen weltweit ausgelöst hatten, wurden mancherorts Schweizer Fahnen verbrannt, weil die den dänischen so ähnlich sehen. Vielleicht gilt auch jetzt bald wieder der Zorn von Karikaturen-Hassern der Schweiz. Switzerland und Sweden werden dauernd verwechselt – allerdings eher von Bewohnern des Erzfeindes Irans, den USA.

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